Uraufführung 13.04.2018 › Kleines Haus 3

Crashtest

Spekulationen über die Zukunft unter Anleitung der Jugend
Auf dem Bild: Frida Ponizil, Luise Maria Purvaine, Pascal Dubost, Emilia Josephine Filip, Friedrich „Fritz“ Runck, Emilia El Alaoui, Lennart Sandner, Arthur Leo Weinhold
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Hintere Reihe: Emilia el Alaoui, Friedrich „Fritz“ Runck, Lennart Sandner, Emilia Josephine Filip
Mittlere Reihe: Sonja Holz, Linus Nicolai Binder, Erec Buschhoff, Arthur Leo Weinhold, Frida Ponizil
Vordere Reihe: Pascal Dubost, Luise Maria Purvaine
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: hinten: Sonja Holz, Emilia el Alaoui, Friedrich „Fritz“ Runck, Lennart Sandner, Hans-Werner Sonntag, Arthur Leo Weinhold
vorne: Linus Nicolai Binder, Liv Gerlach, Pascal Dubost, Erec Bushhoff, Luise Maria Purvaine, Frida Ponizil
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Frida Ponizil, Arthur Leo Weinhold, Pascal Dubost, Friedrich „Fritz“ Runck, Linus Nicolai Binder, Emilia El Alaoui, Sonja Holz, Luise Maria Purvaine, Emilia Josephine Filip
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Emilia El Alaoui, Friedrich „Fritz“ Runck, Arthur Leo Weinhold, Erec Buschhoff, Hans-Werner Sonntag, Pascal Dubost, Linus Nicolai Binder, Luise Maria Purvaine, Liv Gerlach, Emilia Josephine Filip, Sonja Holz
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Lennart Sandner, Friedrich „Fritz“ Runck, Linus Nicolai Binder, Erec Buschhoff, Emilia El Alaoui, Arthur Leo Weinhold, Luise Maria Purvaine, Emilia Josephine Filip
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Emilia El Alaoui, Emilia Josephine Filip, Arthur Leo Weinhold, Luise Maria Purvaine, Erec Buschhoff, Liv Gerlach, Sonja Holz, Lennart Sandner, Frida Ponizil
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Emilia Josephine Filip, Friedrich „Fritz“ Runck, Luise Maria Purvaine, Frida Ponizil, Arthur Leo Weinhold, Liv Gerlach, Hans-Werner Sonntag, Pascal Dubost, Emilia El Alaoui, Linus Nicolai Binder
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Erec Buschhoff, Frida Ponizil
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Lennart Sandner, Linus Nicolai Binder, Friedrich „Fritz“ Runck, Erec Buschhoff, Emilia El Alaoui, Emilia Josephine Filip
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Lennart Sandner, Sonja Holz, Friedrich „Fritz“ Runck, Linus Nicolai Binder, Pascal Dubost, Erec Buschhoff, Arthur Leo Weinhold, Liv Gerlach
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Linus Nicolai Binder, Pascal Dubost, Luise Maria Purvaine, Friedrich „Fritz“ Runck, Sonja Holz, Lennart Sandner, Arthur Leo Weinhold, Liv Gerlach
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Emilia Josephine Filip, Lennart Sandner, Sonja Holz, Liv Gerlach, Frida Ponizil
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Ensemble
Foto: Sebastian Hoppe

Handlung

In der Designerwohnung als fleißiger Single mit den Hausrobotern frühstücken oder kommunitär in großen Baumzelten ohne eigenen Besitz leben? Den Traum von einem Deutschland der 1920er nochmal zum Leben erwecken oder als Weltbürgerin in menschenleeren Städten Kunst studieren? Wird es unterirdische Städte geben, um alle unterzubringen, oder bleiben nach der Flut nur wenige übrig in den schwimmenden Kolonien des großen Weltmeers? Klimawandel: in der Zukunft schon Vergangenheit. Haben Sie eigentlich schon mal darüber nachgedacht, dass auf der Erde noch Dinosaurier unterwegs sind, wenn man von einer anderen Galaxie darauf schaut? Keine schlechten Aussichten, wenn wir demnächst auf andere Planeten umsiedeln. Denn die Zukunft der Erde sieht düster aus – zumindest für uns Menschen.
Während wir auf die unbekannte Zukunft warten, feiern wir eine große Abschiedsparty vom Planeten Erde und ziehen gemeinsam ins All. Dort erwecken wir unsere Lieblings-musiker*innen wieder zum Leben, um nicht allzu übellaunig zu werden. Das sollte ein Leichtes sein unter all den Möglichkeiten, die uns der technologische Fortschritt heute schon bringt. Glauben Sie nicht?
Es lässt sich unterhaltsam über die Zukunft spinnen und mit ihr spielen. Denn das Desaster scheint schon vorprogrammiert. In einer experimentellen Stückentwicklung mit einem jugendlichen Ensemble fragen wir uns und verschiedene Expert*innen aus Forschung und Leben: Wer ist dafür verantwortlich? Wen können wir anklagen? Lassen sich noch realistische schöne Lebensentwürfe entwickeln? Und könnte das Theater der Ort sein, an dem wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir eigentlich leben wollen? Wir denken: Veränderung ist ungemütlich. Eis für alle!
Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 35 Minuten.
Keine Pause

Besetzung

Regie
Ausstattung
Musik
Thomas Seher
Dramaturgie
Mit
Linus Nicolai Binder, Erec Buschhoff, Pascal Dubost, Emilia El Alaoui, Emilia Josephine Filip, Liv Gerlach, Sonja Holz, Frida Ponizil, Luise Maria Purvaine, Friedrich „Fritz“ Runck, Lennart Sandner, Hans-Werner Sonntag, Arthur Leo Weinhold

Video

Pressestimmen

„Jugend als Hoffnungsschimmer. Alle Register modernen Theaters werden gezogen. Wenn Ihre Ressourcen nur einen Theaterabend pro Monat in Dresden und Umgebung hergeben – dann setzen Sie sich diesem ‚Crashtest‘ aus.“
Dresdner Neueste Nachrichten, Andreas Herrmann, 16.04.2018
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16.04.2018
„Jugend als Hoffnungsschimmer. Junge Bühnenbürger zeigen sich mittels „Crashtest“ bemerkenswert zukunftssicher.
Regisseurin Tanja Krone hat gemeinsam mit Gastdramaturgin Johanna-Yasirra Kluhs eine kluge Fassung mit kurzen Szenen und immer neuen persönlichen Einsprengseln geschaffen, der nie die Puste ausgeht. Spiel und Statements, Projektion und Interaktion wechseln rasch, alle Register modernen Theaters werden gezogen.
Eine reife wie runde Inszenierung. Beide Damen sind quasi von Berufswegen Zukunftsbefrager und haben mit Ausstatterin Eva Lochner eine Dresdner HfBK-Absolventin zur Seite, die hier mit schicken Kostümen und einer lockeren Gullydeckelinstallation den perfekten Jugendspielplatz erschafft, wobei der vorderste als Drehbühne für Zukunftsvisionen taugt. Außerdem bei ihrem Debüt dabei: ein tierfreundlich-knallroter Anstand und ein weißes Orakelpferd zum raschen Rein- und Rausklettern.
Natürlich sind die Texte gut geschliffen, aber sie kommen aus dem Innern, zumindest aus dem Zirkel aus acht Künstlern plus 13 Laien – und betreffen jeden. Man findet kein unkonzentriertes Gesicht auf der Bühne, der Abend hält bis zum legeren Schluss seine Spannung.
Die passende Musik von Thomas Seher wünscht man sich hier live. Die drei Songs (plus eine Zugabe) überzeugen, sind wirklich auch chorisch ganz sauber einstudiert und zeigen, dass musisch Vor- bis Hochgebildete am Werk sind.
Wenn Ihre Ressourcen nur einen Theaterabend pro Monat in Dresden und Umgebung hergeben – dann setzen Sie sich diesem ‚Crashtest‘ aus.“
Andreas Herrmann, Dresdner Neueste Nachrichten
„Abgefahrene Unterhaltung. ‚Crashtest‘ ist ästhetisch überwältigend und intellektuell bereichernd.“
Sächsische Zeitung, Johanna Lemke, 17.04.2018
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17.04.2018
„Die Inszenierung ‚Crashtest‘ im Kleinen Haus ist abgefahrene Unterhaltung. ‚Spekulationen über die Zukunft‘ lautet der Untertitel, und es ist herrlich, ihnen beim Spinnen zuzuschauen: Zwölf Schülerinnen und ein Lehrer haben ihre eigenen Texte geschrieben. Sie erscheinen in spacigen Outfits auf der Bühne und drehen die Angst vor der Zukunft ins Absurde: Da gewinnt die Gemütlichkeit den Schwertkampf gegen den Fleiß, beschwört Emilia als Hannah Arendt verkleidet die Zuschauer, endlich ‚freier zu leben‘. Sie werden zynisch und albern, gleichgültig und wütend, und angesichts der dramatischen Umweltverschmutzung auch mal lyrisch: ‚Wir sind die Rettungskraft, die alles wegschafft‘. Erstaunlich, wie kreativ diese jungen Leute gemeinsam mit der Regisseurin Tanja Krone ihre eigene Form gefunden haben. ‚Crashtest‘ ist ästhetisch überwältigend und intellektuell bereichernd.“
Johanna Lemke, Sächsische Zeitung
„Die Darsteller zeichnen ein erfrischendes positives Bild von dem, was auf sie zukommen könnte und appellieren an die Erwachsenen, der Jugend endlich auch einmal zu vertrauen.“
DRESDNER, Jenny Moritz, Mai 2018
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Mai 2018
„In ‚Crashtest‘ bekommen wir die Zukunft aus Sicht von zwölf Dresdner Kindern und Jugendlichen der Bürgerbühne erklärt. Fliegende Autos, unterirdische Städte, Hausroboter, ein auferstandener Elvis – hier wird, wie der Untertitel bereits verrät, kräftig spekuliert. Das Publikum darf vorab schon Fragen aufschreiben und als Papierflieger auf die Bühne segeln lassen. Diese werden dann bei einem an die Zuschauer verteilten Wassereis auf einfallsreiche und amüsante Art beantwortet. Im Witz und der Spontanität liegt auch der Charme der Inszenierung. Die jungen Darsteller halten dem überwiegend mehr als doppelt so alten Publikum den Spiegel vor.
Die Darsteller zeichnen ein erfrischendes positives Bild von dem, was auf sie zukommen könnte und appellieren an die Erwachsenen, der Jugend endlich auch einmal zu vertrauen und ihre Zukunft selbst zu gestalten.“
Jenny Moritz, DRESDNER