Premiere 19.10.2019 › Schauspielhaus

Woyzeck

Auf dem Bild: Luise Aschenbrenner, Lukas Rüppel
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Matthias Reichwald, Torsten Ranft
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Luise Aschenbrenner, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Torsten Ranft, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Lukas Rüppel, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Lukas Rüppel, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jannik Hinsch, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jannik Hinsch, Birte Leest, Lukas Rüppel, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Torsten Ranft, Luise Aschenbrenner, Michael Pietsch
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Ezé Wendtoin
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Luise Aschenbrenner, Michael Pietsch, Lukas Rüppel, Torsten Ranft, Birte Leest, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Matthias Reichwald
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Ezé Wendtoin, Birte Leest, Michael Pietsch, Matthias Reichwald, Jannik Hinsch, Torsten Ranft
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Lukas Rüppel
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jannik Hinsch, Luise Aschenbrenner, Lukas Rüppel, Ezé Wendtoin
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Luise Aschenbrenner, Lukas Rüppel, Ezé Wendtoin
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Birte Leest, Michael Pietsch, Lukas Rüppel, Torsten Ranft
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Birte Leest, Lukas Rüppel, Torsten Ranft
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jannik Hinsch
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Michael Pietsch, Luise Aschenbrenner, Torsten Ranft, Matthias Reichwald, Lukas Rüppel, Birte Leest, Jannik Hinsch
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Torsten Ranft, Michael Pietsch, Luise Aschenbrenner, Lukas Rüppel
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Birte Leest, Michael Pietsch, Matthias Reichwald, Luise Aschenbrenner, Jannik Hinsch
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jannik Hinsch, Birte Leest, Luise Aschenbrenner, Michael Pietsch, Lukas Rüppel, Matthias Reichwald, Ezé Wendtoin, Torsten Ranft, Anton Berman
Foto: Sebastian Hoppe
Handlung
unter Verwendung von Auszügen aus dem Roman TRAM 83 von Fiston Mwanza Mujila und DIE WUNDE WOYZECK von Heiner Müller

Immer noch rasiert Woyzeck seinen Hauptmann, isst die verordneten Erbsen, quält mit der Dumpfheit seiner Liebe seine Marie, staatgeworden seine Bevölkerung, umstellt von Gespenstern. (Heiner Müller)

Georg Büchners wenige Monate vor seinem plötzlichen Tod 1837 geschriebenes Fragment stellt erstmals in der dramatischen Literatur einen sozial Deklassierten ins Zentrum einer Tragödie – mit Woyzeck beginnt das moderne Drama. Büchners Woyzeck ist kasernierter Soldat, der sich durch Dienstleistungen etwas Geld verdient, um seine Geliebte Marie und ihr gemeinsames uneheliches Kind durchzubringen. Er ist ein Getriebener und Geschundener: vom Doktor zu medizinischen Experimenten missbraucht, vom Hauptmann verhöhnt, vom Tambourmajor verprügelt, hört er Stimmen, die ihn zum Mord antreiben, bis er schließlich Marie aus Eifersucht mit einem Messer tötet.
Grundlage der fiktionalen Handlung waren historische Gerichtsfälle, einer von ihnen ist der des Johann Christian Woyzeck, der 1821 seine Geliebte Johanna Christiane Woost mit einer abgebrochenen Degenklinge erstochen hatte. In diesem Mordprozess ging es vor allem um die Schuldfähigkeit des Angeklagten: Verfügte er über einen freien Willen und war damit schuldig? Büchner greift diese Frage auf und gibt ihr eine philosophische Dimension, indem er die Willensfreiheit des Einzelnen, die seit Immanuel Kant Grundlage unserer aufgeklärten Moral und Rechtsordnung ist, in Zweifel zieht. Ebenso kritisch verhält sich Büchner zu der alles klassifizierenden Naturwissenschaft des 19. Jahrhunderts: mit Schädelmessungen und Typendefinitionen wurden Menschen nach ihrem Äußeren in Kategorien eingeteilt. Dies war die Geburtsstunde der sogenannten „Rassenlehre“, und die Methoden der „Physiognomik“ erleben in aktuellen biometrischen Überwachungsverfahren ihre Wiederauferstehung.
Um diese Hintergründe auf der Bühne sinnlich erlebbar zu machen, arbeitet Regisseur Jan-Christoph Gockel erneut mit dem Puppenbauer und Puppenspieler Michael Pietsch zusammen. Zum Spielensemble gehört außerdem der in Dresden lebende Musiker und Songschreiber Ezé Wendtoin.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass in der Vorstellung Stroboskopeffekte eingesetzt werden, die bei Epileptikern oder epilepsiegefährdeten Personen unter Umständen Anfälle auslösen können. Wir bitten Sie um Beachtung.
Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 50 Minuten.
Keine Pause.
Videos
Interview
Olaf Stiebitz von coloRadio im Interview mit Chefdramaturg Jörg Bochow
Nächste Termine
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
27
Mi
Nov
19.30 - 21.20 Uhr
Schauspielhaus
Preis: 11 € bis 28 €
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
4
Mi
Dez
20.00 - 21.50 Uhr
Schauspielhaus
19.30 Einführung
Preis: 11 € bis 28 €
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
17
Fr
Jan
19.30 - 21.20 Uhr
Schauspielhaus
Preis: 15 € bis 31 €
Frühbucher
Pressestimmen
„Packender Horrortrip im Schauspielhaus. [...] Begeistert feiert Dresden diesen radikalen und grandiosen Abend.“
Sebastian Thiele, 21.10.2019, Sächsische Zeitung
„Diese fulminante Inszenierung wird zur drastischen Anklage eines von westlichen Kolonialmächten verschuldeten globalen Elends – ein ganz starkes Bild. Begeisterter Applaus für großes Theater.“
Heiko Nemitz, 21.10.2019, Dresdner Morgenpost
„Jan-Christoph Gockel kombiniert WOYZECK mit Heiner Müller und dem Nachtklubmilieu aus Fiston Mwanza Mujilas Roman TRAM 83 zur surreal gesteigerten Show in Dresden.“
Michael Bartsch, 20.10.2019, nachtkritik.de
„In Dresden wird Georg Büchners Geschichte über Ausgrenzung und Mord gerade neu verhandelt. Für Theater und Publikum ein ganz besonderes Experiment.“
Adina Rieckmann, 19.10.2019, MDR Sachsenspiegel
„Gockels spezielles Markenzeichen: die Zusammenarbeit mit Puppen- und Spielpartner Michael Pietsch [...] ergänzt durch die grandiose Drehbühne von Julia Kurzweg. Großartiges Zusammenspiel von Anton Berman und Ezé Wendtion.“
Andreas Herrmann, 21.10.2019, Dresdner Neueste Nachrichten
„Spannend, provokant, aufwühlend und schmerzhaft bis zur Grenze des Erträglichen. […] Faszinierendes Wechselspiel zwischen Puppe und Spieler.“
Lilly Vostry, 31.10.2019, meinwortgarten.com,