Erich Kästner

wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren. Zu seiner Mutter Ida ­Kästner hat er Zeit seines Lebens ein sehr enges Verhältnis; mehr als 30 Jahre lang schreiben sie sich fast ­täglich Briefe. Sein Vater Emil Kästner ist Sattlermeister, sein leiblicher Vater aber ist ­wahrscheinlich der jüdische Arzt Emil Zimmermann. Kästner wird 1917 als Soldat in den ­Ersten Weltkrieg eingezogen und kehrt mit einem Herzleiden zurück. Trotz seiner klein­bürgerlichen Herkunft geht er aufs Lehrerseminar und studiert danach Germanistik, ­Geschichte, ­Philosophie und Theatergeschichte. 1922 erhält Kästner neben seinem ­Studium eine Anstellung bei der ­„Neuen Leipziger Zeitung“, 1925 promoviert er. Aufgrund eines ­erotischen ­Gedichts wird er 1927 entlassen. Er zieht nach Berlin und arbeitet als Theater­kritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen, u. a. bei der „Weltbühne“. Ab 1928 veröffentlicht Kästner erste Gedichtbände („Herz auf Taille“ und „Lärm im Spiegel“) und Kinderromane („Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Der 35. Mai“) und seinen Roman für Erwachsene, „Fabian“. 1933 werden verschiedene Bücher Kästners verboten und verbrannt, auch „Fabian“. In den folgenden Jahren wird Kästner wiederholt von der Gestapo verhaftet und wieder freigelassen, bis 1942 ein totales Schreibverbot über ihn verhängt wird. Seine ­Romane „Drei Männer im Schnee“ und „Georg und die Zwischenfälle“ können nur im Ausland ­erscheinen. Trotzdem emigriert Kästner nicht. Nach dem Krieg ist Erich Kästner 1945 in München beim literarischen Kabarett „Die Schaubude“ aktiv, später gründet er das Kabarett „Die kleine Freiheit“. Er ist Redakteur und Herausgeber und veröffentlicht zahlreiche weitere Bücher, u. a. „Bei Durchsicht meiner Bücher“, „Als ich ein kleiner Junge war“, „Notabene 45: Ein Tagebuch“ und das Drama „Die Schule der Diktatoren“. Erich Kästner erhält zahl­reiche Preise, u. a. den Georg-Büchner-Preis sowie das Große Bundesverdienstkreuz. 1974 stirbt ­Kästner im Alter von 75 Jahren in München.


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