„Damen der Gesellschaft“
von Clare Boothe Luce
Regie: Simone Blattner
„Das alles ist vordergründig Boulevardtheater, auch wenn es sich mit manchem Gag auch selbst auf die Schippe nimmt. Aber es wird nie billig oder läppisch, in den bewusst eingesetzten Klischees nicht rein klischeehaft. Es läuft mal slapstickhaft beschleunigt, ironisch verlangsamt oder zurückgespult, aber irgendwann fallen auch bewusst gesetzte Kontraste zwischen den spleenigen, exaltierten, nervigen Gehabe der angeblichen Freundinnen und einer vom ganz gewöhnlichen Leben geprägten Reife und Erfahrung, ja sogar Bodenständigkeit ins Gewicht.“
Dresdner Neueste Nachrichten
„Simone Blattner baut die amerikanische Boulvardvorlage von Clare Boothe Luce aus dem Jahre 1936 zur schrill überzeichneten Hollywood-Sphäre aus: Leuchtstoffröhren. Geschmeidige Gags. Leichte Unterhaltung.
Für die grelle Welt der Luxussorgen haben Alain Rappaport eine witzig poppige Puppenhaus-Bühne und Dagmar Fabisch schillernde Glamour-Kostüme entworfen.“
Sächsische Zeitung
„Seit Freitag begeistert in ‚Damen der Gesellschaft‘ eine 12-köpfige Frauenriege das Publikum auf der Schauspielhaus-Bühne. Mit Intrigen und bissigen Kommentaren kämpfen die Damen um ihr privilegiertes Leben. Dabei sorgen sie aber nicht nur für ausgelassen Stimmung, sondern auch mit Mitgefühl bei ihren verzweifelten Versuchen, die ewige Jugend und Liebe zu erlangen.“
BILD
„Viel Beifall vom Premierenpublikum.“
Dresdner Morgenpost
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„Die Räuber“
von Friedrich Schiller
Regie: Sebastian Baumgarten
„Mit großer Geste und Aufwand hat Baumgarten ein assoziationsdichtes Schauspielgemälde entworfen. Wolfgang Michalek stürmt mit umwerfender Verwandlungslust die ganze Partitur der Bösartigkeit hinauf und hinunter, vom fiesen Clown bis zum finstern Herrn Mephisto.“
Frankfurter Rundschau
„Famose Besetzung. Wolfgang Michalek läuft in der Paraderolle zu Höchstform auf. Sein Franz ist ein Kunststück aus dem Buch der Metamorphosen. Im Grunde bleibt Baumgarten ganz bei Schiller und psychologisiert in seinen drei wilden Stunden. Erzählt wird letztlich eine (deutsche) Geschichte von der Geburt des Nationalismus und Terrors aus der Erfahrung der Lieblosigkeit. Und dann staunt man doch immer wieder über diesen großen Gespensterauftrieb, über diesen diabolischen Tanz auf den Gräbern, über diese halbe Farce einer deutschen Tragödie, die im Halbdunkel der Bühne ihre vielen Gesichter erhebt.“
nachtkritik.de
„Einen skurrilen Remix aus zusammengewürfelten Zitaten der Literatur, Popkultur und vor allem der Zeitschichte.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
„Baumgartens Theaterstücke sind Gesamtkunstwerke. Er versteht es wie kaum ein anderer, mit den theatralen Mitteln so virtuos zu handwerken, dass dem Zuschauer schier die Puste ausgeht. Auch seine ‚Räuber‘, die am Freitagabend zur Premiere kamen, komponierte er als Ton-, Musik- und Bildergemälde.“
Sächsische Zeitung
„Es ist ein Abend, der stark durch Konsequenz überzeugt. Gedacht ist das alles sehr, sehr klar. Das ist ein Abend, der sich einerseits grundsätzlich auf diese deutsche Frage einlässt, auf der die ganze schillersche Dramatik beruht, der gleichzeitig auch eine hohe Gelassenheit an den Tag legt.“
MDR Figaro
„Es gibt Orte für Videobilder, für Textzitate, die ganze Inszenierung besteht aus einer Fülle von Bildern, Anspielungen, Assoziationen zur deutschen Geschichte. Baumgarten nimmt den Schiller und bebildert ihn, nimmt ihn auch auseinander, setzt ihn neu zusammen und hat seinen ganz eigenen Blick auf diese Geschichte. Klug und durchdacht.“
Deutschlandradio Kultur
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