Zimoun
Zimoun lebt und arbeitet in Bern, Schweiz. Seine Arbeiten wurden international in zahlreichen Museen in Europa, Asien und Amerika gezeigt, darunter im Kunstmuseum Nantes, im Reina Sofía in Madrid, im Museum Haus Konstruktiv Zürich, im Nam June Paik Art Museum Seoul, im Taipei Fine Arts Museum, im Museum für Zeitgenössische Kunst MAC Santiago de Chile, im Mumbai City Museum, im Museum MIS Sao Paulo, im Tinguely Museum Basel oder im Exploratorium San Francisco.
Er ist bekannt für immersive, ortsspezifische Installationen, die Klang und Skulptur verbinden. Er verwendet einfache, meist recycelte Materialien wie Pappe, Gleichstrommotoren, Draht, Holz oder Ventilatoren und versetzt diese durch grundlegende mechanische Prinzipien in Bewegung. Minimale Einzelelemente werden zu großformatigen Installationen zusammengesetzt, die komplexe klangliche und visuelle Umgebungen erzeugen.
Zimouns Arbeiten untersuchen Gegensätze wie Ordnung und Chaos, System und Unvorhersehbarkeit oder Masse und Individualität. Obwohl die Installationen strengen geometrischen Strukturen folgen, verhalten sie sich nach ihrer Aktivierung unvorhersehbar, wobei jedes Element seinen eigenen Charakter entwickelt.
Er benennt seine Werke nach den verwendeten Materialien und betont damit deren physische Präsenz. Seine Installationen, die oft als „Klangarchitekturen“ bezeichnet werden, lehnen sich an die Minimal Music an und folgen einer reduzierten, minimalistischen Ästhetik. Er bezeichnet das hinter seinen Werken stehende Prinzip als „primitive Komplexität“.