Der Keim
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
Handlung
Der norwegische Autor Tarjei Vesaas zählt zu den wichtigsten Vertreter*innen der Literatur Skandinaviens des 20. Jahrhunderts. Sein 1940 erschienener Roman DER KEIM spiegelt in einer allegorischen Geschichte die traumatischen Erfahrungen in der Zeit der Okkupation durch Hitlers Wehrmacht. Ein Fremder kommt auf eine kleine Insel. Er sucht Ruhe, aber er ist auch getrieben und trägt Gewalt in sich. Er tötet das junge Mädchen Inga, Tochter des Bauern Li. Dessen Sohn Rolv führt die Dorfgemeinschaft zur Jagd auf den Mörder. Sie töten den Fremden. Doch die Schuld an der Tat lässt sie nicht los; in der Scheune des Vaters kommen alle in der Nacht zusammen und versuchen, das Geschehene zu bewältigen.
Vesaas zeichnet in äußerst knapper Sprache das Innere der Figuren, das gespiegelt wird von den Vorgängen in der Natur. Regisseur Sebastian Hartmann greift die atmosphärisch anspielungsreiche Vorlage des Romans auf und bringt sie in seiner zehnten Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden gemeinsam mit dem Spielensemble auf die Bühne.
Besetzung
Einfache Sprache
Die Geschichte spielt in Norwegen.
Der Autor Tarjei Vesaas hat sie 1940 geschrieben.
Ein Mann kommt aus der Stadt auf eine Insel.
Dort leben Bauern wie die Familie Li.
Ihr Bruder Rolv will sie rächen.
Gemeinsam mit dem ganzen Dorf tötet er den Fremden.
Mit dieser Schuld kann das Dorf nicht weiterleben.
Der Vater Karl Li überzeugt seinen Sohn Rolv, die Verantwortung zu übernehmen.
Rolv gesteht seine Tat und geht ins Gefängnis.