Premiere 07.02.2026 › Kleines Haus 1

Homo Faber / Robo Faber

nach dem Roman von Max Frisch und unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz
in einer Bühnenfassung von Marcel Kohler
Auf dem Bild: Leonie Hämer, Sven Hönig
FOTO Sebastian Hoppe

Besetzung

Bühne Konzept
Bühne Umsetzung
Kostüme
AI Development
Benjamin Kohler
Sound/Musik Konzept
Sound/Musik Umsetzung
Sound Direction
Einstudierung der Sprechchöre
Lichtdesign
Dramaturgie
Walter Faber
Hanna
Elisabeth
Techniker, Herbert Hencke, Arzt

Handlung

In seinem 1957 erschienenen Roman beschäftigt sich Max Frisch mit dem Interesse des Menschen, die „Schöpfung durch Technik nutzbar zu machen“. Aus heutiger Perspektive stellt sich bei der Auseinandersetzung mit dem Text die Frage nach Möglichkeiten und Folgen Künstlicher Intelligenz.

Regisseur Marcel Kohler untersucht in seiner ersten Regiearbeit am Staatsschauspiel Dresden, wie sich im digitalen Zeitalter durch den Einsatz von KI unser Verhältnis zu Technik, Schicksal und Tod verändert. In seiner Bühnenversion steht der Ingenieur Walter Faber kurz vor einer Operation, von der er nicht weiß, ob er sie überlebt. Ihn bewegt, was nach seinem Tod von ihm bleiben wird. Er entschließt sich, künstliche Intelligenz zu nutzen, um für die Nachwelt einen digitalen Avatar von sich erstellen zu lassen. So könnten Hinterbliebene nach seinem Tod den Chatbot nutzen, um weiter mit ihm zu kommunizieren. Doch welche Folgen hat diese Entscheidung für die Menschen, die ihm nahestehen?

Für die Inszenierung wurde mit Hilfe eines KI-Systems auf Grundlage eines Large Language Models ein digitales Abbild Walter Fabers entwickelt. Diese Technologie generiert eigenständig sprachliche Reaktionen auf Fragen oder Anweisungen. Um den künstlichen Walter Faber authentisch wirken zu lassen, wurde das Sprachmodell gezielt feinjustiert. So kann es auf relevante biografische Informationen zugreifen und in Wortwahl, Ausdruck und Haltung dem Gestus Walter Fabers nahekommen. Das System verwendet zudem eine künstlich geklonte Stimme des Faber-Darstellers Sven Hönig.

In der Aufführung geben die Spieler*innen einen Impuls und das Modell reagiert spontan aus der hypothetischen Perspektive Fabers. Die Antworten, die der digitale Faber erstellt, entstehen in jeder Vorstellung aufs Neue, so dass die Darsteller*innen improvisierend mit ihm interagieren.
Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine greift der Schweizer Künstler Zimoun auf, der für die Inszenierung eine Raum- und Soundinstallation entworfen hat. Seine Arbeiten sind weltweit in Museen und Ausstellungen zu erleben. In Dresden arbeitet er nun zum ersten Mal fürs Theater.

Eine Triggerwarnung zur Inszenierung finden Sie hier.

Termine

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Premiere
7
Sa
Feb
19.30 Uhr
Kleines Haus 1
nach dem Roman von Max Frisch und unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz
in einer Bühnenfassung von Marcel Kohler
19.00 Uhr Kleines Haus Mitte Treffpunkt „Premiere“ des Fördervereins Staatsschauspiel Dresden
Preis: 25 € bis 28 €
Ausverkauft/Evtl. Restkarten an der Abendkasse
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
20
Fr
Feb
19.30 Uhr
Kleines Haus 1
nach dem Roman von Max Frisch und unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz
in einer Bühnenfassung von Marcel Kohler
Preis: 25 € bis 28 €
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
8
So
Mrz
16.00 Uhr
Kleines Haus 1
nach dem Roman von Max Frisch und unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz
in einer Bühnenfassung von Marcel Kohler
Vorstellung mit Kinderbetreuung
Preis: 25 € bis 28 €
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
21
Sa
Mrz
19.30 Uhr
Kleines Haus 1
nach dem Roman von Max Frisch und unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz
in einer Bühnenfassung von Marcel Kohler
Preis: 25 € bis 28 €

Wir veröffentlichen regelmäßig neue Termine.

Einfache Sprache

In seinem Roman aus dem Jahr 1957 schreibt Max Frisch darüber, wie Menschen Technik nutzen wollen.

Sie wollen sich die Welt mit Technik einfacher machen.

Heute liest man den Text anders.

Man fragt sich: Was kann künstliche Intelligenz?

Und welche Folgen hat sie?

Der Regisseur Marcel Kohler zeigt in seiner ersten Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden, wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert.

Es geht um unser Verhältnis zu Technik, zum Schicksal und zum Tod.

In dem Stück steht der Ingenieur Walter Faber kurz vor einer Operation.

Er weiß nicht, ob er danach noch lebt.

Er denkt darüber nach, was nach seinem Tod von ihm bleibt.

Deshalb entscheidet er sich, künstliche Intelligenz zu nutzen.

Er lässt einen digitalen Avatar von sich erstellen.

Nach seinem Tod können andere Menschen mit diesem digitalen Walter sprechen.

Aber diese Entscheidung hat Folgen für die Menschen, die ihm nahe sind.

Für das Theaterstück wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein digitaler Walter Faber erschaffen.

Das System basiert auf einem großen Sprachmodell.

Es kann selbstständig auf Fragen reagieren und Antworten geben.

Damit der digitale Walter echt wirkt, wurde das System speziell angepasst.

Es kennt wichtige Informationen aus Fabers Leben und spricht so ähnlich wie er.

Außerdem nutzt das System eine künstlich nachgemachte Stimme des Schauspielers Sven Hönig.

Während der Aufführung geben die Schauspielerinnen und Schauspieler dem System kurze Impulse.

Der digitale Walter antwortet spontan.

Jede Vorstellung ist anders, weil die Antworten jedes Mal neu entstehen.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler müssen deshalb mit dem digitalen Walter improvisieren.

Auch der Schweizer Künstler Zimoun ist an der Inszenierung beteiligt.

Er hat eine Raum- und Klanginstallation gestaltet.

Seine Kunst ist in vielen Museen auf der ganzen Welt zu sehen.

In Dresden arbeitet er zum ersten Mal für ein Theater.