Uraufführung 11.05.2018 › Kleines Haus 3

Typisch Jenny!

Handlung
Im Jahr 1965 gab es in einer US-amerikanischen Grundschule einen Versuch mit einer Schulklasse: 20 % der Schüler*innen wurden per Los ausgewählt und ihren neuen Lehrer*innen als hochbegabt „verkauft“. Am Ende des Schuljahres hatten diese Schüler*innen einen enormen Leistungsvorsprung gegenüber dem Rest der Klasse. Eine positive Einschätzung führt anscheinend zu positiven Ergebnissen! Die Wissenschaft hat diesen verblüffenden Effekt mittlerweile durch weitere Experimente bestätigt und nennt ihn „Pygmalion-Effekt“. Der Name geht zurück auf einen antiken Mythos: Der Bildhauer Pygmalion meißelt sich eine weibliche Statue, in die er sich unsterblich verliebt. Prompt wird die Figur lebendig, und beide leben glücklich bis an ihr Lebensende. Bezugspersonen, Institutionen und Medien prägen unser Selbstbild ein Leben lang. Besonders in jungen Lebensjahren, in denen wir auf der Suche nach einer eigenen Identität sind, sind wir unbewusst bereit, positive und negative Zuschreibung zu übernehmen, die sich in unsere Körper und in unser Denken einschreiben. In TYPISCH JENNY! rekonstruiert eine Schulklasse den Pygmalion-Effekt und überprüft ihn in Bezug auf den eigenen Schulalltag.

In Kooperation mit der Waldblick Oberschule Freital
Besetzung
Regie
Ausstattung
Jana Denhoven
Dramaturgie
Theaterpädagogik