Der Kleist-Preis 2026 geht am 22. November an den Schriftsteller Thomas Melle. Das teilt Melles Verlag Kiepenheuer & Witsch mit. Melle erhalte den Preis für sein „herausragendes literarisches Schaffen“.
Der ursprünglich 1912 ins Leben gerufene Preis wird seit 1985 von der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft verliehen, seit 2000 jährlich. Anlässlich des bevorstehenden 250. Geburtstags von Heinrich von Kleist im Jahr 2027 wurde die Dotierung des Preises für dieses Jahr auf 30.000 Euro erhöht.
Die/der Preisträger*in wird traditionell von einer Vertrauensperson der Jury bestimmt, diesmal der Verleger Heinrich von Berenberg, der seine Entscheidung in der Pressemitteilung wie folgt begründet: „Niemandem unter den deutschsprachigen Gegenwartsautor*innen ist es gelungen wie Thomas Melle, dem gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts, wie wir es kennen, einen so realistischen wie kunstvoll gearbeiteten Spiegel vorzuhalten. Wer hinein blickt, wer diesen Autor liest, dessen Leben wird verändert, und mehr kann Literatur eigentlich nicht tun.“
Die Kleist-Preisverleihung findet am 22. November 2026 im Rahmen einer Matinee im Deutschen Theater Berlin statt.
Am Staatsschauspiel Dresden konfrontiert Thomas Melle in DIE BAKCHEN den antiken Stoff des Euripides mit unserer politischen Gegenwart. Die nächsten Vorstellungen finden am 16. Mai sowie 3. und 24. Juni 2026 im Kleinen Haus 1 statt.