Clubs der Bürgerbühne 2018/2019

Auch in dieser Spielzeit laden wir alle Bürger*innen aus Dresden und Umgebung herzlich dazu ein, an einem unserer Spielclubs teil­zunehmen. Einmal pro Woche wird gemeinsam geprobt. Die Ergebnisse werden in der zweiten Spielzeithälfte in Form von Werkstattaufführungen präsentiert. Einfach ausprobieren!

Ein Infotreffen für alle Clubs findet am 28. August 2018 um 18.00 Uhr im Kleinen Haus Mitte statt. Anmeldungen für die Clubs sind bis 29. August 2018 möglich.
Anmeldung und Informationen: E-Mail: buergerbuehne@staatsschauspiel-dresden.de, Telefon: 03 51.49 13-664

Club der beschleunigten Bürger*innen

von 14 bis 34 Jahren
Bestimmt von endlosen To-do-Listen, beherrscht von Deadlines und gefangen in einem Wettlauf gegen die Zeit, in dem Effektivität und Erfolg das Ziel sind, ist Routine unser Kompass. Wie ausbrechen aus unseren immer gleichen Wegen? Wohin mit unseren Körpern, wenn wir die Richtung ändern wollen? In diesem inter­kulturellen Club arbeiten wir mit verschiedenen performativen Methoden, die auf Tanz, Musik und Pantomime basieren, um herauszufinden, wie wir auf der Bühne ohne hinderliche Gedanken, Erwartungen oder Zurückhaltung agieren können.
Leitung: Ellen Muriel (Performerin), Ende Oktober 2018 bis April 2019, freitags von 16.00 bis 18.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der dramatischen Bürger*innen 1

von 14 bis 24 Jahren
Die ODYSSEE von Homer kennen viele: das ist der Held Odysseus, der auf seinen Irrfahrten mit List und Mut allen Gefahren trotzt, sich mit Göttern anlegt und in Göttinnen verliebt, ein­äugige und kannibalische Riesen austrickst, der den schaurig-schönen Gesängen der Sirenen widersteht und bis an die Pforte des Hades reist. Die ODYSSEE ist aber auch die Ehefrau Penelope, die zu Hause auf ihren Mann wartet und der Sohn Telemachos, der seinen Vater vergöttert, ohne ihn jemals richtig kennengelernt zu haben. Pathos, Trash und Familienpsychologie – mit all dem wird sich der Club der dramatischen Bürger*innen lustvoll und spielerisch beschäftigen.
Leitung: Katja Heiser (Theatermacherin), September 2018 bis Mai 2019, dienstags von 18.30 bis 21.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der kulinarisch-musikalischen Bürger*innen

von 14 bis 99 Jahren
In diesem interkulturellen Club gehen wir auf die Suche, was unsere Lieblingslieder und -gerichte über unsere Herkunft erzählen und wie unterschiedlich wir in unseren Heimatländern durch Essen und Musik geprägt wurden. Welche Erfahrungen verbinden oder trennen uns?
Wir spielen, singen und kochen die Geschichten unseres Lebens. Die Präsentation unserer Arbeit ist ein Festessen an einer langen Tafel, an der wir die Zuschauer*innen mitnehmen auf eine kulinarisch-musikalische Reise durch die Welt unserer Träume, Ängste, lichten Glücksmomente und dunklen Abgründe.
Leitung: Eva Hüster (Schauspielerin), Sven Hönig (Schauspieler), September 2018 bis März 2019, mittwochs von 16.00 bis 18.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der rituellen Bürger*innen

von 60 bis 99 Jahren
Verlobung feiern, Maibäume schmücken und Tischgebete sprechen: Bräuche sind out. Ist das so oder entstehen nicht kontinuierlich neue Rituale, indem wir zum Beispiel um 20.00 Uhr die Tagesschau sehen oder der Tochter per WhatsApp regelmäßig ein schönes Wochenende wünschen? Mit welchen Traditionen sind wir aufgewachsen, welche haben wir verworfen, weil sie uns eingeengt haben, welche gerne oder unfreiwillig übernommen und welche neu erfunden? In diesem Club pflegen wir alte und neue Bräuche, suchen nach verlorenen Liedern und forschen spielerisch nach dem Sinn und Unsinn von Ritualen.
Leitung: Romy Weyrauch (Theatermacherin), September 2018 bis Februar 2019, mittwochs von 18.30 bis 21.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der entdeckenden Bürger*innen

von 19 bis 99 Jahren
Was kann man über eine Theateraufführung außer „gut“ oder „nicht gut“ noch sagen? Wie nähert man sich dem Theater, wenn man selbst nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen will? Wer ist alles nicht auf der Bühne zu sehen, arbeitet aber dennoch an einer Aufführung mit? Eine Spielzeit lang entdecken wir die „andere Seite“ des Theaters, besuchen gemeinsam zahlreiche Aufführungen, stellen Fragen, diskutieren Sichtweisen, und treffen (noch) unbekannte Menschen, die am Staatsschauspiel Dresden arbeiten.
Leitung: Norman Schaefer (Theaterpädagoge und Inspizient), Katrin Schmitz (Dramaturgin), September 2018 bis Juni 2019, an zwei Samstagen pro Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr + weitere Treffen nach Absprache

Club der post-ostalgischen Bürger*innen

von 35 bis 50 Jahren
1989. Die Mauer ist weg. Und was jetze? Vor 30 Jahren änderte sich für viele Erwachsene alles. Aber wie nahmen junge Menschen die Nachwendezeit im Osten wahr? Was war plötzlich anders, zu Hause, in der Schule oder Ausbildung, mit Freunden? Waren die 90er Jahre wirklich so wild, wie die Älteren behaupten? Und wie steht diese Generation heute im Leben? Wir fragen nach individuellen und gemeinsamen Erfahrungen und bringen diese performativ auf die Bühne. Dabei sind auch Wessis herzlich willkommen.
Leitung: Nora Otte (Regisseurin), Januar bis Juni 2019, montags von 18.30 bis 21.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der dramatischen Bürger*innen 2

von 16 bis 26 Jahren
Liebe unmöglich! Inspiriert von literarischen und filmischen Vorlagen wie KASIMIR UND KAROLINE, DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER, EYES WIDE SHUT und DAS SPIEL IST AUS und ausgehend von unseren Erlebnissen beschäftigen wir uns mit tragisch verpassten Begegnungen und schmerzhaft verschmähter Liebe.
Leitung: Monique Hamelmann (Regieassistentin), Paul Wilms (Schauspielstudent), September 2018 bis März 2019, donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr + 2 Wochenenden

Club der entwerfenden Bürger*innen

von 14 bis 99 Jahren
in Kooperation mit dem Kunsthaus Dresden im Rahmen des Projektes „Nachbarschaften“ des Kunsthauses Dresden und des Kulturhauptstadtbüro zur Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt 2025
Ein Stadttheater lädt seine Zuschauer in der Regel in sein Haus ein. Wie sähe eine mobile Bühne aus, die als Satellit das Theaterschiff verlässt, um sich als Minibühne durch Stadt und Dörfer zu bewegen? Die Bürgerbühne, das Kunsthaus Dresden, das Künstlerkollektiv ConstructLab und die Bühnen- und Kostümbildnerin Katja Turtl laden an drei Herbstwochenenden dazu ein, konkrete Ideen, Skizzen und Modelle für dieses Zukunftsprojekt zu entwerfen. Arbeiten Sie mit an der Vision einer neuen Bürgerbühne! Die Entwürfe werden im Rahmen einer Ausstellung im Frühjahr 2019 im Kunsthaus Dresden präsentiert. Um eines Tages möglicherweise Wirklichkeit zu werden …
Leitung: Katja Turtl (Bühnen- und Kostümbildnerin), ConstructLab (Künstlergruppe), 29. + 30. September, 13. + 14. Oktober, 10. + 11. November 2018

Club der anders begabten Bürger*innen

von 19 bis 99 Jahren
in Kooperation mit farbwerk e. V., Kunst- und Kulturverein für Künstler mit und ohne Behinderung
Mit dieser Arbeit feiert der Club der anders begabten Bürger seinen zehnten Geburtstag. Eingeladen sind außer dem Publikum alle Figuren aus den letzten neun Jahren, die einander nach langer Zeit zum ersten Mal wieder begegnen: Hamlet, Fürstin Koschka, der Muskelmann, die fette Tante Schwein und viele mehr. Und natürlich hat diese Feier alles zu bieten, was eine gute Party ausmacht: ergreifende Liebesszenen, dramatische Zerwürfnisse, Klatsch und Tratsch, schicke Outfits, peinliche Reden, Lieblingsmusik und Überraschungsgäste.
Leitung: Jacqueline Hamann, Silke Stuck (Theaterpädagoginnen), Januar bis Oktober 2019, montags von 15.30 bis 18.30 Uhr

Club der jungen anders begabten Bürger*innen

von 14 bis 24 Jahren
in Kooperation mit farbwerk e. V., Kunst- und Kulturverein für Künstler mit und ohne Behinderung
In diesem inklusiven Club untersuchen junge Menschen bewährte oder überholte Schul­modelle und entwerfen ihre eigenen Visionen vom guten Lernen. Was ist Intelligenz? Wie viel Schule ist notwendig? Braucht es Noten oder geht es auch anders? Und was ist für Schüler*innen am wichtigsten? Der Club der jungen anders begabten Bürger*innen richtet sich als inklusives Angebot an junge Menschen mit und ohne Behinderung, die eine Schule besuchen oder noch genau wissen, wie sich das anfühlt sowie an Lehramtsstudent*innen oder junge Lehrer*innen.
Leitung: Jacqueline Hamann, Svea Duwe (Theaterpädagoginnen), November 2018 bis Juni 2019, donnerstags von 16.00 bis 19.00 Uhr

Club der lehrenden Bürger*innen

in Kooperation mit dem Landesamt für Schule und Bildung, Regionalstelle Dresden, Fortbildungsnummer D05453
Theaterästhetische Grundlagen wie Warm-up, Präsenz, peripherer Blick, Ensemblespiel, sprachlicher Ausdruck, Bühnenraum, Impro­visation, Szenenentwicklung und -gestaltung sowie Arbeit an einem Stücktext und Entwicklung von Spielmaterial mit heterogenen Gruppen stehen im Mittelpunkt dieser Fortbildung. Der Club richtet sich an Lehrkräfte, die theaterpädagogische Methoden des Darstellenden Spiels im Unterricht oder in Theaterprojekten einsetzen möchten und über keine oder kaum Spiel- bzw. Spielleitererfahrung verfügen. Sie erhalten vielfältige praktische Anregungen für die Umsetzung der curricularen Anforderungen an Theater im sächsischen Lehrplan bzw. für Projekte, die im schulischen Kontext initiiert werden.
Leitung: Philipp Teich (Theaterpädagoge). Für Lehrkräfte aller Schularten. August 2018 bis Juni 2019, donnerstags von 18.30 bis 21.00 Uhr

Club der freien Bürger*innen

von 16 bis 28 Jahren
Da liegt sie vor uns, die schöne große weite Welt! So viele Möglichkeiten und Wege, die wir einschlagen können. Doch wofür entscheide ich mich jetzt? Und wenn ich die Freiheit habe, alles zu tun, muss ich dann auch alles machen? In diesem Club wollen wir spielerisch erkunden, wie frei wir in unserem Tun, Denken und Handeln sind. Was treibt mich zu dem Entschluss, mich vegan zu ernähren, auszuwandern oder mein Kreuz auf einem Wahlzettel zu machen? Oder was hält mich davon ab? Vor uns liegt der Freiraum der Bühne, um solchen Fragen frei zu begegnen!
Leitung: Svenja Käshammer (Dramaturgieassistentin), Jenny Barthold (Theaterpädagogin), September 2018 bis Januar 2019, montags von 18.30 bis 21.00 Uhr + 2 Wochenenden
Die Teilnahmegebühr beträgt für die Spielclubs 60,00 € / ermäßigt 40,00 € inklusive gemeinsamer Vorstellungsbesuche. Stipendien sind unkompliziert möglich, ALG II-Empfänger*innen und Asylbewerber*innen sind befreit.