Partner

EUROPEAN THEATRE CONVENTION – ETC

Die European Theatre Convention (ETC) wurde 1988 als gemeinnützige Vereinigung europäischer Theater gegründet und vertritt als größtes derartiges Netzwerk 40 öffentlich geförderte Theater in mehr als 20 Ländern. Als transnationales Theaternetzwerk unterstützt die ETC Kooperationen zur Förderung kultureller Vielfalt und des interkulturellen Dialogs. Sie ist eine professionelle Plattform des Austausches, der Weiterbildung und der Stärkung neuer beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten von Theatermacher*innen im internationalen Kontext. Zu den zahlreichen Aktivitäten der ETC zählt das von der EU geförderte Programm ENGAGE. Das Programm fördert Projekte mit folgenden Schwerpunkten: kritisches Denken durch Theater, partizipatorisches Theater, Theater im digitalen Zeitalter, berufliche Weiterbildung für Theaterschaffende, Stärkung und Weiterentwicklung des ETC-Netzwerkes. Das Staatsschauspiel Dresden ist seit Beginn der Spielzeit 2017/2018 erneut Mitglied der European Theatre Convention. In der vergangenen Spielzeit wurden die Übersetzungen zu DAS BUCH DER UNRUHE und dem digitalen Projekt RENAISSANCE durch die ETC gefördert.

DRESDEN SCHOOL OF CULTURE

Die Dresden School of Culture ist eine gemeinsame Initiative der DIU – Dresden International University, der Sächsischen Staatsoper, des Staatsschauspiels Dresden, der Staatlichen Kunst­sammlungen Dresden, der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum und Hellerau – ­Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Mit der Dresden School of Culture ist eine in dieser Breite künstlerischer Genres bisher nicht existierende Verbindung von akademischem Studium und praktischer Kulturarbeit entwickelt worden. Das Staatsschauspiel Dresden bietet den Studierenden Einblick in die Administration und die inhaltlichen Programme eines modernen Kulturbetriebes. Im Rahmen des Praxissemesters haben die Studierenden die Möglichkeit, selbst am gesamten Prozess eines künstlerischen Projektes, z. B. einer Inszenierung, mitzuwirken und damit fundierte Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Auf diese Weise ist ein enger Zusammenhang von Studium und akademischer Reflexion einerseits und der Praxis künstlerischer Produktion und Vermittlung andererseits sichergestellt.

Kontakt:
Dresden International University
Masterstudiengang Kultur + Management
Freiberger Straße 3, 01067 Dresden
Telefon: 03 51.4 04 70-131
www.di-uni.de

#WOD – Initiative für ein weltoffenes Dresden

Die kulturelle Lebendigkeit Dresdens und das reiche künstlerische Schaffen machen für viele Menschen den Geist dieser Stadt aus. Die Freiheit, die dies ermöglicht, muss weiterhin bewahrt werden, und es braucht gerade dann, wenn Bedrohungen laut werden, Menschen, die für freiheitliche Werte und eine Atmosphäre des Miteinanders eintreten. Im Herbst 2014 wurde #WOD – Initiative Weltoffenes Dresden als offener Zusammenschluss von Dresdner Kulturinstitutionen gegründet, um genau dies zu tun: Gemeinsam ein Zeichen für Freiheit, Demokratie und eine offene, solidarische Gesellschaft setzen. #WOD überträgt in Zeiten zunehmender demokratiefeindlicher Tendenzen Impulse aus der Zivilgesellschaft für einen reflektierten, kritischen, aber auch achtsamen Umgang mit unserer demokratisch verfassten freiheitlichen Gesellschaft. Gerade jetzt können Kunst und Kultur Brücken schlagen. Gerade dort, wo es politisch kaum mehr möglich zu sein scheint. Dresdens Kulturinstitutionen sind Orte gemeinsamer Reflexion, des Aushaltens und Erprobens von Differenz und der Infragestellung und Vergewisserung von Identität.
Im Februar 2020 beispielsweise war #WOD über zwei Wochen mit dem #WOD-Gedenkbus als mobilem Begegnungsort in unterschiedlichen Stadtvierteln Dresdens unterwegs. Unter dem Titel REQUIEM FÜR DIE ZUKUNFT gab es eine Ausstellung im Bus, thematische Stadtrundfahrten, Lesungen, Konzerte und Dialoge rund um aktuelle Perspektiven des Gedenkens und der Trauer. Ergänzt wurde das Programm durch das #WOD-Kolloquium REQUIEM FÜR DIE LEBENDEN, welches sich diesem Themenkomplex über zwei Tage unter Einbezug globaler Perspektiven widmete und u. a. in Zusammenarbeit mit dem Montagscafé im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden stattfand.
Auch im Februar 2021 lud #WOD unter Pandemiebedingungen mit vielfältigen Beiträgen unter dem Titel MORGEN = GESTERN + HEUTE Passant*innen in der Stadt ein, sich über plurale Formen des Gedenkens und Erinnerns auszutauschen und gemeinsam zu reflektieren. So präsentierten die Kulturinstitutionen mit einer Plakatkunst-Aktion an zwölf Orten des Kulturstadtraums Dresdens und am Standort Radebeul individuell gestaltete, großformatige Bildmotive mit zum Teil eigens für die Aktion von Künstler*innen entworfenen Werken, mit Fotografien und mit Zitaten, die zum Innehalten und Nachdenken anregen konnten.
Außerdem war #WOD Mitinitiator der Dresdner Erklärung der Vielen. Mit der Kampagne Erklärung der Vielen hat der Verein Die Vielen e. V. im Herbst 2018 Kultureinrichtungen gebeten, sich regional oder stadtweit zusammenzuschließen, um eine gleichberechtigte, offene Gesellschaft zu befördern.
Der im November 2018 gegründete Verein Die Vielen e. V. will die Kommunikation und Handlungsmöglichkeiten unter Künstler*innen, Ensembles und Akteur*innen an Kunst- und Kulturinstitutionen stärken, die an einer Gesellschaft arbeiten, die sich aus Menschen aller Hautfarben und Geschlechtervariationen, verschiedener sexueller Orientierungen, unterschiedlichster Bedürfnisse und Fähigkeiten, aus Gläubigen und Nicht-Gläubigen zusammensetzt und auf deren ­Gleichberechtigung beruht. Neben der Vernetzung der Kulturschaffenden ist auch die Aufklärungsarbeit über neue rechte Strategien erklärtes und selbstverpflichtendes Ziel des Bündnisses der Vielen. Am 11. November 2018 wurden Erklärungen in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Dresden veröffentlicht. Weitere Erklärungen folgten im gesamten Bundesgebiet sowie in europäischen Nachbarländern. Das Staatsschauspiel Dresden ist Erstunterzeichner der Dresdner Erklärung der Vielen und unterstützt die Sächsische Erklärung der Vielen.

Weitere Informationen unter www.weltoffenesdresden.com und www.dievielen.de.