Kooperationen 2021/2022

HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER „FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY“ LEIPZIG

Auch in der Spielzeit 2021/2022 wird die seit 1967 bestehende Kooperation der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig mit dem Staatsschauspiel Dresden fortgesetzt – pandemiebedingt jedoch unter anderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit Beginn der Zusammenarbeit wird es keinen neuen Studio-Jahrgang geben, weil die Studierenden des 2. Studienjahrs die Möglichkeit erhalten, die wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verpassten Studieninhalte an der Hochschule nachzuholen – gleichzeitig können die Studierenden des Studio-Jahrgangs 2020/2021 auf Wunsch ein weiteres Jahr am Staatsschauspiel Dresden verbringen.
Diese praxisbezogene Ausbildung ist einzigartig im deutschsprachigen Raum: Nach dem Grundstudium an der Hochschule in Leipzig wirken die Schauspielstudierenden im dritten und vierten Studienjahr an Produktionen des Staatsschauspiels Dresden mit, erhalten Unterricht von vor Ort tätigen Künstler*innen und erarbeiten eine eigene Studioinszenierung unter professionellen Bedingungen.
Geleitet wird das Schauspielstudio Dresden auch in der neuen Spielzeit durch den Schauspieler Philipp Lux und die Dramaturgin Christine Besier.

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Die HfBK ist ein langjähriger Kooperationspartner: Viele Studierende der Studiengänge Bühnen- und Kostümbild sowie Theaterausstattung haben erste praktische Erfahrungen am Staatsschauspiel Dresden als Ausstattungsassistent*innen beziehungsweise Praktikant*innen gesammelt und von hier aus ihre berufliche Karriere gestartet. Seit der Dresdner Erstausgabe des europäischen ­Festivals für junge Regie Fast Forward 2017 finden Vorstellungen des Festivals im Labortheater der HfBK statt, haben Studierende das Festival mit Workshops begleitet, den Künstlerbrunch moderiert und das Festivalzentrum gestaltet. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird auch in der Spielzeit 2021/2022 fortgesetzt. Die Hochschule für Bildende Künste ist darüber hinaus auch Kooperations­partner der Opernklasse der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber.

HOCHSCHULE FÜR MUSIK CARL MARIA VON WEBER

Jährlich kommt eine Inszenierung der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden im Kleinen Haus zur Aufführung. Am 23. April 2022 feiert die Oper STREET SCENE von Kurt Weill Premiere: Sie stellt die Straße eines Armenviertels von Manhattan Mitte der 1940er Jahre ins Zentrum ihrer Handlung, die all die Ereignisse umspannt, die sich von einem heißen Sommerabend bis zum Nachmittag des folgenden Tages in jener Straße abspielen. STREET SCENE entsteht in Koproduktion der Hochschule für Musik Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden mit dem Staatsschauspiel Dresden.

HELLERAU – EUROPÄISCHES ZENTRUM DER KÜNSTE

Seit 2018 ist Hellerau Kooperationspartner des europäischen Festivals für junge Regie Fast Forward und wird es auch für die Festivalausgabe 2021 sein. In Zeiten, in denen die Corona-Pandemie vor allem den Austausch und die Planung internationaler Gastspiele vor neue Herausforderung stellt, ist die Zusammenarbeit der in Dresden ansässigen Theaterinstitutionen ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Engagements für eine junge europäische Künstler*innen-Generation, die sich aktuell noch einmal besonders mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert sieht.

UMANUT WECHAIM / KUNST UND LEBEN

eine Veranstaltungsreihe im Rahmen von 1700 JAHRE JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND unter der Schirmherrschaft von Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Das Staatsschauspiel Dresden beteiligt sich mit zwei Lesungen und der Vorbereitung des Symposiums 800 JAHRE ­JÜDISCHES LEBEN IN SACHSEN an dieser Veranstaltungsreihe, die in Kooperation der Sächsischen Staatstheater Dresden mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, der Sächsischen Akademie der Künste, der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden e. V., dem Programmkino Ost, der TU Dresden – Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte sowie 2021 Jüdisches Leben in Deutschland e. V. stattfindet.

Literarische Orgelnächte bei Kerzenschein

Im Rahmen der Literarischen Orgelnächte bei Kerzenschein kooperiert das Staatsschauspiel Dresden seit mehreren Jahren mit der Dresdner Frauenkirche. Jeweils im Frühsommer bietet die Veranstaltungsreihe an drei Freitagabenden eine Kombination aus Lesung und Konzert im stimmungsvoll erhellten Kirchenschiff. Die Literarischen Orgelnächte vereinen dabei herausragende Orgelmusik, zumeist Improvisationen des 19. bis 21. Jahrhunderts, mit Texten aus den verschiedensten Epochen und Gattungen – von Versen des Alten Testaments bis zum postdramatischen Theatertext.

MAILLON, THEATER DER STADT STRASSBURG – EUROPÄISCHE BÜHNE

Als Theater der Stadt Straßburg hat das Maillon ebenso das Publikum der deutsch-französischen Grenzregion, in der es sich befindet, im Blick wie das internationale zeitgenössische Theater. Im Rahmen der letztjährigen Ausgabe des europäischen Festivals für junge Regie Fast Forward haben das Staatsschauspiel Dresden und das Maillon erstmals kooperiert und gemeinsam die Videoarbeit BOULEVARD DE DRESDE // STRASSBURGER PLATZ der jungen Regisseurin Barbara Luchner mit Bürger*innen aus Dresden und Straßburg produziert. Für Fast Forward 2021 setzen wir diese Zusammenarbeit fort und fügen so der Städtepartnerschaft zwischen Straßburg und Dresden in ihrem 31. Jahr einen neuen Baustein hinzu.

Spiegel-Gespräche Live

Gemeinsam mit der Redaktion des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL lädt das Staatsschauspiel Dresden zu einem Gesprächsformat im Kleinen Haus ein, in dem die Redakteur*innen Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft zu aktuellen Themen befragen.

Theater in die Schule

Das Kooperationsprojekt des Staatsschauspiels Dresden mit zwei Dresdner Oberschulen wurde in der Spielzeit 2018/2019 ins Leben gerufen, um die Oberschule Weißig und die Freie Montessori­schule Huckepack auf ihren Wegen zur Kulturschule zu begleiten.

Digitales Festivalzentrum Fast Forward 2021

ein Kooperationsprojekt von TU Dresden IXLAB, Hochschule für Bildende Künste Dresden, Staatsschauspiel Dresden

Wie treffen sich Menschen online? Kann ein Festival digital sein? Wie gestaltet man virtuelle Räume, die zufällige Begegnungen und sinnvollen Austausch ermöglichen? Wie beeinflusst die Gestalt und Struktur, die Echtheit oder Unwirklichkeit der virtuellen Welt unser Verhalten online? Und das Wichtigste: Wie bringt man seinem Online-Avatar das Tanzen bei?
Diese und weitere Fragen werden von Studierenden der TU Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) in einem zweiwöchigen Workshop des Immersive Experience Lab (IXLAB.io) an der TU Dresden erforscht. Inspiriert von der Herausforderung, ein Festivalzentrum online zu gestalten, werden Studierende der Informatik und der Theaterwissenschaft zusammenarbeiten mit dem Ziel, virtuelle Welten zu erschaffen und mit diesen so zu experimentieren, dass sie den spontanen, farbenfrohen soziale Austausch fördern, der für den Charakter eines Festivals so wesentlich ist. Unter Verwendung der neuesten Bildschirm- und Virtual-Reality-Technologien und unter der Anleitung von Stefanie Wenner (Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft und Produktionsdramaturgie an der HfBK), Matthew McGinity (Junior Professor für immersives Mediendesign an der TU Dresden) und Fast Forward-Kuratorin Charlotte Orti von Havranek werden die Studierenden die dramaturgischen, technischen und künstlerischen Möglichkeiten und Herausforderungen von virtuellen Online-Welten untersuchen.