Fast Forward

Europäisches Festival für junge Regie
European festival for young stage directors
14.–17. November 2019
14.+15.
Nov
Do+Fr
Tschechische Republik / Czech Republic
14.+15.
Nov
Do+Fr
Belgien / Belgium
14.+15.
Nov
Do+Fr
Ungarn / Hungary
15.+16.
Nov
Fr+Sa
Großbritannien / Great Britain
16.+17.
Nov
Sa+So
Deutschland / Germany
16.+17.
Nov
Sa+So
Slowenien / Slovenia
16.+17.
Nov
Sa+So
Deutschland / Germany
16.+17.
Nov
Sa+So
Frankreich / France

Gäste im Haus

Die Künstlerinnen und Künstler des diesjährigen Festivals sind alle knapp um oder nach 1989 geboren. Sie sind Teil einer Generation, die die Diktaturen und das Blockdenken, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, als Alltagserfahrung nicht mehr kennt. Sie wurden in einen Aufbruch hinein geboren, mit dem vor 30 Jahren das „Ende der Ideologien“ beginnen sollte. Wie sehen sie unsere Gegenwart?
Die acht Fast Forward-Inszenierungen 2019 kommen aus der Tschechischen Republik, aus Belgien, Ungarn, Großbritannien, Slowenien, Frankreich und Deutschland. Ihre Macher*innen sind auf ihre je eigene Art im Hier und Jetzt verankert und ziehen ganz verschiedene Register des Theaters. Sie machen ihre eigenen Stücke oder interpretieren Texte des Kanons neu, collagieren Literatur und Politik, arbeiten biografisch, dokumentarisch, performativ oder konfrontieren das Theater mit neuen Kunstformen. Und sie muten ihrem Publikum zu, was schon in der griechischen Antike eine Kernidee des Theaters war: den Blick auf die eigene Gesellschaft.
Ob es um die Strategien von Herrschaft geht, eine Geheimdienst-Falle aus den 60er Jahren, persönliche Beziehungen, die Frage, was „normal“ ist, eine Medea, die aus den USA John F. Kennedys kommt, das Lebensgefühl des Rap, die Frage, was der Neandertaler mit Depression zu tun hat oder um die neuen Knechte auf dem Arbeitsmarkt – ob sie uns provozieren, berühren oder zum Lachen bringen: Diese acht Theaterarbeiten sind so persönlich und so politisch wie die Welt, in der wir leben.

Guests in the House

The artists of this year’s festival were all born around or after 1989. They are part of a generation that no longer knows the dictatorships and block thinking that shaped the 20th century as everyday experience. Thirty years ago they were born into an awakening with which the “end of ideologies” was to begin. How do they see our present?
The eight Fast Forward productions for 2019 come from the Czech Republic, Belgium, Hungary, Great Britain, Slovenia, France and Germany. Their makers are each anchored in their own way in the here and now and use all diverse means available in the theater. They make their own plays or reinterpret texts from the canon. They collage literature and politics, work biographically, documentarily, performatively, and confront theater with new art forms. They ask of their audiences to see what was already a pivotal notion in the theater of Greek antiquity: the view of one’s own society.
Whether it’s about the strategies of domination, a case from the secret service from the 1960s, personal relationships, the question of what’s “normal,” a Medea that comes from John F. Kennedy’s USA, the attitudes towards life in rap, the question of what the Neanderthal has to do with depression, or the new servant class on the labor market - whether they provoke, touch or make us laugh – these eight theater works are as personal and as political as the world we live in.
Joachim Klement
Intendant Staatsschauspiel Dresden

Charlotte Orti von Havranek
Kuratorin Fast Forward
Joachim Klement
Artistic Director Staatsschauspiel Dresden

Charlotte Orti von Havranek
Curator Fast Forward