Nachruf Sebastian Nakajew

Das Staatsschauspiel Dresden trauert um Sebastian Nakajew

Mit großer Anteilnahme hat das Staatsschauspiel Dresden vom plötzlichen Tod Sebastian Nakajews am 21. Mai 2026 erfahren, der von 2001 bis 2005 sowohl als Schauspieler im Ensemble als auch als Gast am Staatsschauspiel Dresden engagiert war.

Sebastian Nakajew wurde 1976 in Eisenhüttenstadt geboren. Nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin folgten erste Engagements am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Oberhausen. Von 2005 bis 2010 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart, bevor er in das Ensemble der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin wechselte, dem er bis 2013 angehörte. Von 2013 bis 2019 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar und von 2019 bis 2025 am Schauspiel Hannover.

„Sebastian Nakajew war ein großartiger Schauspieler, der in den Theatern in Dresden, Stuttgart, Berlin, Weimar und Hannover jede seiner Rollen zum Blühen brachte. Seine Leidenschaft, sein Engagement und sein empathischer Umgang machten ihn zu einem wunderbaren Kollegen, den wir sehr vermissen“ – so Jörg Bochow, Chefdramaturg und stellvertretender Intendant am Staatsschauspiel Dresden.

Am Staatsschauspiel Dresden zeigte er in zahlreichen Rollen sein kluges und differenziertes Spiel u. a. 2001 als Tessow in DIE RASSEN (Regie: Volker Lösch) und als Kevin in PORT AUTHORITHY DE! (Regie: Christoph Roos), als Parzival in MERLIN (2002, Regie: Johannes Lepper), als Richard in LETZTER AUFRUF (2002, Regie: Olga Wildgruber), als Adam in DAS MASS DER DINGE (2003, Regie: Christian Schlüter), als Baumert in DIE WEBER (2004, Regie: Volker Lösch) und 2005 als Sosias in AMPHITRYON (Regie: Holk Freytag).

Neben seinen Engagements als Schauspieler wirkte er auch in Filmen mit u. a. in LIEBE UNTER GRUND (Regie: Tilman Zens, 2001), in ANATOMIE 2 (Regie: Stefan Ruzowitzky, 2002) und in WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK. (Regie: Burhan Qurbani, 2014) sowie zahlreichen Produktionen fürs Fernsehen.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seinen Angehörigen und Freunden.

Am 11. Juni 2026 findet 14.30 Uhr eine Erinnerungsstunde im Deutschen Nationaltheater Weimar statt. Die Feier ist offen für alle, die zu diesem Anlass zusammenkommen wollen. Die Beisetzung wird am 20. Juni 2026 um 13.00 Uhr im RuheForst Schlaubetal sein. Die anschließende Trauerfeier findet im privaten Kreis statt.