21. MAI: WELTTAG DER KULTURELLEN VIELFALT

#zusammenhaltinvielfalt

Globalisierung, digitale Revolution, geopolitische Spannungen und Kriege haben zu tiefgreifenden Umbrüchen geführt. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Welt rasant verändert. Das sorgt für Unsicherheit und erfüllt Menschen mit Sorge. Populisten versuchen daraus Kapital zu schlagen und propagieren die Ausgrenzung von allem Abweichenden und Fremden. Aus Vielfalt wird Einfalt und häufig genug Hass.

„Vielleicht ist der wichtigste Gestus gegen den Hass: sich nicht vereinzeln zu lassen“, schreibt die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke, die 2016 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. „Sich nicht in die Stille, ins Private, ins Geschützte des eigenen Refugiums oder Milieus drängen zu lassen. Vielleicht ist die wichtigste Bewegung die aus sich heraus. Auf die anderen zu. Um mit ihnen gemeinsam wieder die sozialen und öffentlichen Räume zu öffnen.“

Das Theater ist einer der wichtigen, frei gestaltbaren Räume unserer Demokratie, ein Labor sozialer Fantasie. Jenseits von Ideologie kann hier die Debatte um die Frage, wie wir leben wollen, vorbehaltlos geführt werden. Theater besteht auf Differenzierung, weil es nur so der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen kann, und es stellt Entwürfe vor – Lebensentwürfe. Es erzählt, mal unterhaltend, mal irritierend, aber immer ermutigend vom Glück, vom Scheitern, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Anpassung und Widerstand, von Aufstand und Unterdrückung, Verzweiflung und Trost. Vor allem aber bestärkt es uns in der Hoffnung, dass wir die Verhältnisse lenken, nicht umgekehrt.

Rund um den 21. Mai 2026 — Welttag der kulturellen Vielfalt — starten erstmals deutschlandweit Aktionen, die Vielfalt sichtbar machen und gesellschaftliches Engagement für Zusammenhalt zeigen. Ein breites Bündnis von Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften, Medien, Sozialpartnern, von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden — rufen zu diesem bundesweiten Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt auf. Dem schließt sich das Staatsschauspiel Dresden gerne an und setzt ein Zeichen für Demokratie, Respekt und Zusammenhalt in Vielfalt.

www.kulturelle-integration.de