Böhm
Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele 2026
Handlung
Karl Böhm war einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Doch ungeachtet seiner künstlerischen Verdienste war der Musiker auch eine umstrittene Figur – wegen seines Mitläufertums während der NS-Zeit. 1934 wurde er an die Semperoper in Dresden berufen, als Nachfolger von Fritz Busch, den das NS-Regime zum Rücktritt und zur Emigration gezwungen hatte. 1943 wurde er Direktor der Wiener Staatsoper, nach dem Krieg von den Alliierten entlassen und mit Aufführungsverbot belegt und 1955 bis 1956 sogar ein zweites Mal in dieses Amt geholt. Nikolaus Habjan, von Hause aus begnadeter Puppenbauer und -spieler, beschäftigt sich in BÖHM mit diesem dunklen Kapitel europäischer Musikgeschichte. In einer herausragenden und vielfach umjubelten Theaterperformance mit 11 Puppen hat er das Leben und Wirken des Dirigenten auf die Bühne gebracht. Dabei kreiert Habjan, der alle Puppen spielt, ein faszinierendes Psychogramm – aberwitzig, humorvoll, bitterernst und virtuos.
Keine Pause.



