Gerriet Schwen
Gerriet Schwen, geboren 1995, kommt nicht aus dem Theater, sondern aus den Konfliktzonen der Gegenwart: Klimabewegung, Krisenforschung, Katastrophenvorsorge. Gerriet Schwen studierte zunächst Architektur und absolvierte anschließend ein Studium Generale mit sozialwissenschaftlichem Schwerpunkt (mit Auszeichnung und Stipendium). Parallel kämpfte Gerriet Schwen in der Klimagerechtigkeitsbewegung – in Aktionstrainings auf Klimacamps, bei der Besetzung des Hambacher Forst zwischen Polizeiketten und mit Ende Gelände auf Kohlebaggern. In den folgenden sechs Jahren leitete Gerriet Schwen Aktionsforschung zu selbstorganisierten Wegen in eine bessere Zukunft – mit Offenen Werkstätten, Wohnprojekten, Gemeinschaftsgärten und anderen Initiativen (gefördert u. a. durch DBU und BMBF, ausgezeichnet mit dem Ideenpreis für Soziale Innovation). Anschließend arbeitete Gerriet Schwen am Institut für Meteorologie und Klimatologie der Uni Hannoverund koordinierte sozialwissenschaftliche Forschung zu Katastrophenszenarien in der Klimakommunikation. 2025 veröffentlichte Gerriet den Sammelband und das Open-Access-Webarchiv KLIMA, KOLLAPS, KOMMUNIKATION. Außerhalb vom Staatsschauspiel Dresden ist Gerriet Schwen im Orga-Team und Pressekontakt des Kollapscamp, kuratiert die Wissensplattform #WASWÄREWENN, entwickelt für CADUS den Lehrgang CLIMATE EMERGENCY RESPONDER, arbeitet am Podcast VORSORGEN STATT VERZWEIFELN und spricht – allein oder mit der KollapsKrew – auf Veranstaltungen von Berlin bis ins Ahrtal. Am Staatsschauspiel Dresden ist sie in CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS zu sehen.
