Sultana Sediqi
Sultana Sediqi ist 2004 in Kabul, Afghanistan, geboren. Sie ist Menschenrechtsaktivistin, Rednerin und Jurastudentin. Als Kind floh sie mit ihrer Familie nach Deutschland und lebt heute in Erfurt. Früh begann sie, Vereine und Initiativen mitzugründen und sich in migrantischen Selbstschutzstrukturen sowie in Räumen der Solidarität und des Empowerments zu engagieren – insbesondere für und mit Jugendlichen und Frauen, die von Rassismus betroffen sind. Sie war in der politischen Bildungsarbeit aktiv, unter anderem an Schulen, und wird regelmäßig als Sprecherin zu Podien, Lesungen und Diskussionsveranstaltungen eingeladen. Zudem moderierte sie zahlreiche Veranstaltungen. Ihr Aktivismus zeigt sich auch in der Organisation und Teilnahme an Demonstrationen sowie in anderen Formen des politischen Protests gegen Rassismus, Entrechtung und Abschottungspolitiken. Sie kämpft für ein bedingungsloses Bleiberecht, gegen Abschiebungen und für den Schutz von Menschen auf der Flucht. In ihren poetisch-politischen Texten und öffentlichen Beiträgen verbindet sie persönliche Erfahrungen mit einer präzisen Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Sultana Sediqi war Mitorganisatorin des Erfurter Gedenkabends EIN MEER VOLLER TRÄNEN und ist Teil transnationaler Netzwerke von Überlebenden, Angehörigen und solidarischen Unterstützer*innen im Zusammenhang mit dem Schiffbruch von Kythira im Jahr 2022. Am Staatsschauspiel Dresden ist sie erstmals in der Inszenierung CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS zu sehen. Diese künstlerische Praxis begreift sie als Akt des Widerstands und als Versuch, marginalisierte Perspektiven sichtbar zu machen.
