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Das Erdbeben in Chili

von Heinrich von Kleist
gelesen von den Studierenden des Schauspielstudios Dresden

FOTO Daniela König
Handlung
Inmitten der Corona-Pandemie haben sich die Studierenden des Schauspielstudios Dresden in ihrem letzten Ausbildungsmodul ‚Künstlerisches Wort‘ mit Heinrich von Kleists DAS ERDBEBEN IN CHILI auseinandergesetzt. Kleists Novelle schildert einen gesellschaftlichen Ausnahmezustand, der zunächst große Solidarität hervorbring, um kurz darauf in brutale Gewalt umzuschlagen:

Josephe ist auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung – ihre verbotene Liebe zu Jeronimo sollte mit dem Tod bestraft werden – als ein Erbeben, das die Stadt Santiago fast vollständig zerstört, ihr unverhofft das Leben rettet. Die Naturkatastrophe lässt Menschen unterschiedlichster Herkunft und Stände zusammenrücken und einander unterstützen. Auch Jeronimo, Josephe und ihr neugeborener Sohn, die sich wiedergefunden haben, werden liebevoll aufgenommen. Aber der paradiesische Zustand ist von kurzer Dauer.
Aufgewiegelt durch Hassprediger kippt die friedvolle Stimmung und die Gesellschaft zeigt ihre barbarische Fratze.

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