Premiere am 17. Oktober 2009 › Schauspielhaus

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

Auf dem Bild: Antje Trautmann, Annett Krause, Sarah Bonitz
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ensemble, Matthias Reichwald
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ensemble, Antje Trautmann, Matthias Reichwald
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann, Benjamin Pauquet, Fabian Gerhardt, Philipp Lux, Annett Krause, Benedikt Kauff
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Benjamin Pauquet, Fabian Gerhardt, Philipp Lux
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Benjamin Pauquet, Philipp Lux, Holger Hübner, Christian Clauß, Marc Ben Puch, Benedikt Kauff, Moritz Löwe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Benjamin Pauquet, Fabian Gerhardt, Benedikt Kauff, Moritz Löwe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Fabian Gerhardt, Philipp Lux, Holger Hübner, Christian Clauß, Marc Ben Puch, Benedikt Kauff, Moritz Löwe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Matthias Reichwald
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann, Christine Hoppe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Benjamin Pauquet, Christian Clauß, Benedikt Kauff, Moritz Löwe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Fabian Gerhardt, Christine Hoppe, Moritz Löwe
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Matthias Reichwald, Christian Clauß, Annett Krause, Sarah Bonitz
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Antje Trautmann
Foto: Matthias Horn
Handlung
Ausgezeichnet mit dem Kurt-Hübner-Förderpreis für junge Regie In den großen Schlachthöfen Chicagos gehen sich die Konkurrenten der Fleischproduktion gegenseitig an die Gurgel im Kampf um mehr Umsatz, mehr Geld und mehr Gewinn. Während die Fabriken ihre Tore schließen, die Arbeitslosen hungern und das System die ersten Opfer unter den Kapitalisten fordert, sucht die Heilsarmeesoldatin Johanna Dark nach dem Guten im Menschen. Gemeinsam mit anderen Angehörigen der „Schwarzen Strohhüte“ verteilt sie Gottes Wort und Suppe an die Wartenden auf den Schlachthöfen. Dabei trifft sie Chicagos Fleischkönig Pierpont Mauler. Fasziniert von Johannas Idealismus, verspricht Mauler, seine Fabrik wieder zu öffnen. Er will ihr beweisen, dass nicht die Fabrikanten, sondern die Arbeiter schlecht sind. Doch Johanna erkennt, dass diese Schlechtigkeit nur aus der Not kommt. Während Mauler Vieh kauft, den Markt austrocknet und die Preise in die Höhe treibt, versteht Johanna: „Dieses ganze System / Ist eine Schaukel mit zwei Enden, die voneinander / abhängen, und die oben / Sitzen oben nur, weil jene unten sitzen.“ Als moderne Jeanne d’Arc steigt sie in den Kampf der Arbeiter ein und gerät dabei in die Mühlen eines raffinierten Systems, das auch seine Kritiker als notwendige Rädchen zu vereinnahmen weiß. Entstanden während der Weltwirtschaftskrise 1929 / 1930, wurde „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ von den Nationalsozialisten verboten und erlebte erst 1959, drei Jahre nach Brechts Tod, in Hamburg seine Uraufführung. Die erste Aufführung in der DDR fand 1961 am Staatsschauspiel Dresden statt. 80 Jahre nach seiner Entstehung ist es plötzlich wieder ein Stück zur Zeit, wenn Finanzinstitute sich im Spiel mit Krediten verspekulieren, die Welt in eine globale Krise stürzen, die Öffentlichkeit zu Hilfe rufen und Finanzspritzen in absurder Höhe erhalten.
Besetzung
Regie
Tilmann Köhler
Bühne
Karoly Risz
Kostüme
Susanne Uhl
Musik
Jörg-Martin Wagner
Licht
Michael Gööck
Dramaturgie
Felicitas Zürcher
Johanna Dark, Leutnant der Schwarzen Strohhüte
Antje Trautmann
Mauler, Fleischkönig
Slift, ein Makler
Benjamin Pauquet
Cridle
Fabian Gerhardt
Graham
Lennox / Gloomb / ein Arbeiter / Arbeiterführer / Viehzüchter
Frau Luckerniddle / Arbeiter
Bursche / Viehzüchter / Arbeiter
Christian Clauß
Paulus Snyder, Major der Schwarzen Strohhüte / Kleine Spekulanten
Marc Ben Puch
Martha, Soldat der Schwarzen Strohhüte
Annett Krause
Zeitungsjunge
Benedikt Kauff
Zeitungsjunge / Aufkäufer
Moritz Löwe
Strohhut
Sarah Bonitz
Keyboard
Simon Slowik
Drums
Krishan Zeigner
Video