Premiere 13.02.1997 › Albertinum

Ich will Zeugnis ablegen

Aus den Tagebüchern Victor Klemperers
eine literarische Busfahrt durch Dresden.
FOTO Kerstin Theurich
Handlung
„Nicht nur das Wort unmöglich ist außer Kurs geraten, auch unvorstellbar hat keine Gültigkeit mehr“, notiert Victor Klemperer am 18. März 1945 in sein Tagebuch. 33 Tage zuvor war die Stadt, in der er seit 25 Jahren lebte und wirkte, dem Bombenkrieg zum Opfer gefallen. Eng ist der Lebensweg des bedeutenden jüdischen Romanisten und Sprachwissenschaftlers Victor Klemperer mit dem Schicksal der Stadt Dresden verknüpft. 1920 als Professor an die hiesige Technische Hochschule berufen, erlebte er Glanz und Elend Dresdens auf ganz persönliche Weise. Klemperer, der sich als deutscher Staatsbürger seinem Lande tief verbunden fühlte, erfuhr als Jude während des Dritten Reiches die unerträgliche Demütigung der Ghettoisierung in Physis und Psyche. In seinen Tagebüchern sammelte er diese Erfahrungen in einer großen Chronik aus Zeit- und Lebensgeschichten.
Unsere literarische Busfahrt führt Sie an Orte und Schauplätze, die mit dem Leben Klemperers verbunden sind. Es ist dies eine Reise in eine versunkene Stadt.

Eine literarische Busfahrt durch Dresden veranstaltet vom Staatsschauspiel Dresden, dem Verkehrsverbund Oberelbe und den Dresdner Verkehrsbetrieben.

Treffpunkt: Vestibül im Schauspielhaus

Reisestationen
1. Am Finanzministerium
2. Pirnaischer Platz
3. Friedrich-List-Platz, ehemals Bismarck-Platz, alte Technische Hochschule
4. Münchner Platz, Landgericht
5. Caspar-David-Friedrich-Straße 15b (1. Judenhaus)
6. Tiergartenstraße, Großer Garten
7. Zeughausstraße
8. Frauenkirche
9. Schauspielhaus am Postplatz
Besetzung
Künstlerische Leitung
Stephan Reher
Mit
Hanns-Jörn Weber