Premiere am 28. Januar 2016 › Schauspielhaus

Terror

Gerichtsdrama von Ferdinand von Schirach
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Peter Schwill (Wachtmeister), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>), Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Henriette Kölbel (Protokollführerin), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Peter Schwill (Wachtmeister), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Henriette Kölbel (Protokollführerin), Ina Piontek (Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Peter Schwill (Wachtmeister), Ina Piontek (Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>), Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Henriette Kölbel (Protokollführerin), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>), Ina Piontek (Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Tom Quaas (Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Christine Hoppe (Nelson, <i>Staatsanwältin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Ina Piontek (Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Jonas Friedrich Leonhardi (Lars Koch, <i>Angeklagter</i>), Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>), Ina Piontek (Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>)
Foto: David Baltzer
Auf dem Bild: Burghart Klaußner (Vorsitzender Richter), Ben Daniel Jöhnk (Biegler, <i>Verteidiger</i>)
Foto: David Baltzer
Handlung
Ein Passagierflugzeug wird entführt, ein Terrorist will es über dem ausverkauften Münchner Fußballstadion zum Absturz bringen. Der Pilot eines Kampfjets schießt die Verkehrsmaschine gegen den ausdrücklichen Befehl seiner Vorgesetzten ab, um die 70.000 Menschen im Stadion zu retten; alle 164 Personen an Bord des Linienfluges sterben. Der Jurist und Autor Ferdinand von Schirach (seine Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ sind Bestseller, die auch verfilmt wurden) fordert mit seinem ersten Theaterstück „Terror“ dazu auf, gemeinsam über den Wert des Lebens und die Würde des Menschen nachzudenken. Von Schirach bringt einen Gerichtsprozess auf die Bühne, in dem der Pilot des vielfachen Mordes angeklagt wird. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Darf Leben gegen Leben abgewogen werden? War der Abschuss eine legitime militärische Aktion? Die Schöffen der Verhandlung, in diesem Falle das Publikum im Zuschauerraum, werden am Ende aufgefordert, ihr Urteil zu fällen. Burghart Klaußner wird „Terror“ inszenieren und zugleich in der Rolle des Richters zu sehen sein. Klaußner wurde für seine Arbeit als Schauspieler vielfach ausgezeichnet. Er erhielt zweimal den Deutschen Filmpreis, u. a. für den Film „Das weiße Band“, der 2010 für den Oscar nominiert war. 2012 wurde Klaußner mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet. Aktuell ist er in der Titelrolle des Politthrillers „Der Staat gegen Fritz Bauer“ im Kino zu sehen. Am Staatsschauspiel Dresden spielte Burghart Klaußner Philipp II. in Schillers „Don Carlos“ sowie Dorfrichter Adam in Kleists „Der zerbrochne Krug“, beide in der Regie von Roger Vontobel. Seine eigenen Regie­arbeiten führten ihn u. a. an Theater in Hamburg, Bochum und nach Dresden, wo er 2013 Ibsens „Baumeister Solness“ auf die Bühne brachte. Die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer-Schöffen aller bundesweiten Aufführungen von „Terror“ werden vom Verlag Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb dokumentiert und sind online einsehbar. Dauer der Aufführung: 2 ¼ Stunden, eine Pause
Besetzung
Regie
Burghart Klaußner
Bühne
Bernhard Siegl
Kostüme
Marion Münch
Dramaturgie
Beret Evensen
Vorsitzender Richter
Burghart Klaußner
Lars Koch, <i>Angeklagter</i>
Matthias Luckey
Biegler, <i>Verteidiger</i>
Ben Daniel Jöhnk
Nelson, <i>Staatsanwältin</i>
Christian Lauterbach, <i>Zeuge</i>
Tom Quaas
Franziska Meiser, <i>Zeugin</i>
Ina Piontek
Protokollführerin
Henriette Kölbel
Wachtmeister
Alexander Herrmann, David Mielchen, Jörg Schwerdtfeger, Peter Schwill, Heike Walther
Pressestimmen
Adina Rieckmann, MDR Sachsenspiegel
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„Fiktion oder Wirklichkeit? Ein außergewöhnlicher Theaterabend. Die Zuschauer sind nicht mehr nur Zuschauer, sie müssen sich bekennen. Schuldig oder nicht schuldig. Der Prozess auf der Bühne spaltet das Publikum. Dies hier ist ein Kampf um Menschenwürde, um Moral, um Nuancen. Ein aufregendes Gerichtsdrama.“
Adina Rieckmann, MDR Sachsenspiegel
Norbert Kron, MDR artour
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„Das Erfolgsstück der Saison. Das Für und Wider wühlt auf und ist ebenso klassischer wie aktueller Theaterstoff. Theater zum Mitstreiten. Dieses Stück packt uns bei unserer Zerrissenheit. Es lohnt sich, bei dieser eindringlichen Inszenierung selbst zu einem Urteil zu kommen.“
Norbert Kron, MDR artour
Rafael Barth, Sächsische Zeitung
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„Fesselt von Anfang an. Dem Berliner Schriftsteller Ferdinand von Schirach gelingt es in seinem ersten Theaterstück ‚Terror‘, dass jeder im Publikum der juristischen Auseinandersetzung um Recht und Moral folgen kann. Es gehört zu den spannendsten Momenten, wenn zwischen Staatsanwältin und Angeklagtem die Argumente hin- und herfliegen. Den Ruhepol im Rededuell erzeugt der Richter von Burghart Klaußner. Der Filmschauspieler ist erneut auf die Dresdner Bühne zurückgekehrt und hat dieses Stück auch inszeniert: mit ein paar Schmunzlern, aber ohne Pop und Budenzauber, stark konzentriert auf das Wort. Wie an anderen Abenden dieser Spielzeit dient das Theater erneut als Nachdenkraum. „Terror“ aber sticht heraus. Die Zuschauer diskutieren nicht nur beim Pausensekt, sie müssen sich gleich entscheiden: Ist der Angeklagte schuldig oder nicht?“
Rafael Barth, Sächsische Zeitung
Michael Bartsch, Dresdner Neueste Nachrichten
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„Ferdinand von Schirach lässt diese ethisch-verfassungsrechtliche Grundsatzdiskussion in den natürlichen Rollen entstehen, die unsere Strafprozessordnung bietet. Er vertraut auf die dramatische Wirkung einer realen Hauptverhandlung mit ihren verbalen Zuspitzungen und verzichtet auf jegliche theatralische Überhöhung oder Illustration. Regisseur Burghart Klaußner folgt ihm in dieser Intention und spielt selbst das Muster eines Richters in seinen patriarchalischen, belehrenden und gütigen Facetten. Seitenhiebe auf die Marotten der Juristenkaste halten sich in Grenzen. Bühnenbildner Bernhard Siegl verzichtet ebenfalls auf alle Accessoires und baut nur einen metallglänzenden modernen Sitzungssaal. Mehr braucht das Auge auch nicht, es ist mit der authentischen, genauen Spielweise der Akteure vollauf beschäftigt. ‚Terror‘ wirft nicht nur eine alte Frage moralischen Verhaltens neu auf, sondern warnt unüberhörbar.“
Michael Bartsch, Dresdner Neueste Nachrichten
Guido Glaner, Dresdner Morgenpost
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„Ein kluges, ein wichtiges und hochgradig spannendes Stück, schnörkellos inszeniert.“
Guido Glaner, Dresdner Morgenpost