Parts and Pieces
Das Semperoper Ballett im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
mit elektronischer Musik und Live-Klavier
Besetzung
Niko Adachi
Mattia Baccon
Carl Becker
Dustin Eliot
Sarika Emi *
Samantha Eve
Damiano Felici
Kanata Ijima
Madoka Ishikawa
Chang-Yuan Lin
Anna Katherine McCoy
Sava Milojević
Vincenzo Mola
Santiago Rousselbin
Mira Speyer
Gloria Todeschini
Anastasiia Turianska
Juan Sebastián Valdez
Yazmin Verhage
Magdalen Wood
Es tanzen die Tänzerinnen und Tänzer des Semperoper Ballett.
* Stipendiatin der Stiftung Semperoper – Förderstiftung
METAMORPHOSIS ONE by Philip Glass, Mad Rush by Philip Glass
© 1988, 1979 Dunvagen Music Publishers Inc. Used by Permission.
WHEN I DIED, LOVE by Malakoff Kowalski and Chopin
© Karakter Worldwide GmbH
Handlung
Übersetzt heißt sie „Goldverbindung“ oder „Narben aus Gold“ – die jahrhundertealte japanische Reparaturmethode, genannt Kintsugi: Scherben von zerbrochenen Keramik- oder Porzellangefäßen werden mit Lack geklebt und Risse mit Goldstaub kenntlich gemacht. Anstatt Schäden zu kaschieren, gilt es, die Geschichte eines wertvollen Objekts zu zelebrieren. Dahinter steckt der eng mit dem Zen-Buddhismus verbundene Gedanke, dass Schönheit nicht in Perfektion zu suchen sei, sondern im Unvollkommenen und Vergänglichen.
Diese Ästhetik inspiriert sowohl Kinsun Chans Choreografie als auch die Ausstattung des Tanzabends. Gemeinsam hauchen sie bereits vorhandenen Kulissen und Kostümen neues Leben ein und verleihen den „alten“ Objekten neuen Wert. Gerade im Tanz ist die Würdigung der Imperfektion spannend, da dieser Mängel traditionell auszuklammern scheint. Chans Choreografie ermutigt dazu, eigene Schwächen zu akzeptieren und in der Unvollkommenheit des Individuums dessen Einzigartigkeit zu begreifen.
Keine Pause.