Premiere 20.05.2023 › Kleines Haus 1

Sylvia und Sybille

nach Christa Winsloe
in einer Überschreibung von Daniela Löffner
Auf dem Bild: Fanny Staffa, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jakob Fließ, Mina Pecik
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Christine Hoppe, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Daniel Séjourné, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Daniel Séjourné, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Leonie Hämer, Hans-Werner Leupelt
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Hans-Werner Leupelt, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild. Fanny Staffa, Daniel Séjourné
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Rieke Seja, Daniel Séjourné
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Rieke Seja, Mina Pecik, Fanny Staffa, Jakob Fließ
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Fanny Staffa, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Leonie Hämer, Fanny Staffa
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Rieke Seja, Mina Pecik, Willi Sellmann, Daniel Séjourné
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Daniel Séjourné
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Jakob Fließ
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Hans-Werner Leupelt, Jakob Fließ
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Hans-Werner Leupelt, Christine Hoppe
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Fanny Staffa, Leonie Hämer
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Leonie Hämer, Fanny Staffa
Foto: Sebastian Hoppe

Handlung

Sybille liebt nach dem Tod ihres Mannes ihren inzwischen fast erwachsenen Sohn Fritz über alles. Es gelingt ihr nur schwer, sich ihrer Eifersucht zu erwehren, als sie von seiner Leidenschaft für die 16-jährige Sylvia erfährt. Die Jugendliche hat vor Kurzem ihre Mutter verloren und ist in tiefe Trauer gestürzt. Sylvia kann den Vergnügungen ihrer gleichaltrigen Bekannten nichts abgewinnen, sondern zieht sich in ihre Einsamkeit zurück, von der auch Fritz sie nicht zu befreien vermag. Er leidet darunter, dass Sylvia nur freundschaftliche Gefühle für ihn aufbringt.

Als seine Mutter – in der Hoffnung, ihren Sohn so wieder enger an sich zu binden – Sylvia in ihre Wohnung einlädt, verlieben sich die beiden Frauen ineinander. Sylvia fühlt sich zum ersten Mal seit dem Tod der Mutter wirklich verstanden und ange­nommen, während Sybille zwischen ihrer Liebe zu der jungen Frau, Schuldgefühlen ihrem Sohn gegenüber und dem Aufbegehren gegen gesellschaftliche Vorbehalte hin- und hergerissen wird.

Daniela Löffner hat Christa Winsloes Anfang der 1930er Jahre entstandenes Drama überschrieben und rückt zwischenmenschliche Beziehungen in all ihren Facetten und Ambivalenzen ins Zentrum. Ihre Inszenierung geht den Fragen nach, ob Eltern ihre Bedürfnisse denen ihrer Kinder unterordnen sollten, ob ein großer Altersabstand oder unterschiedliche soziale Prägungen Hinderungsgründe für die Liebe sind und ob queere Beziehungen in unserer Gesellschaft inzwischen ohne Vorurteile betrachtet werden.

Das hochintensive Spiel ist hautnah zu erleben: Bühnenbildnerin Regina Lorenz-Schweer hat eine Arena-Situation im Kleinen Haus geschaffen, in der von vier Seiten auf das Geschehen geblickt werden kann.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass während der Vorstellung Stroboskopeffekte eingesetzt werden, die bei Epileptikern oder epilepsiegefährdeten Personen unter Umständen Anfälle auslösen können. Wir bitten Sie um Beachtung.

Die Inszenierung enthält Nacktheit und sexualisierte Szenen.

Eine Triggerwarnung zur Inszenierung finden Sie hier.

Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden und 5 Minuten.
Keine Pause.

Besetzung

Sylvia
Sybille
Richard Schmettau
Frau Gellenhausen
Henry, Bruder von Sylvia
Lilly
Carl Martens
Ellionor Paschke

Video

Termine

Pressestimmen

„Christa Winsloes Stück SYLVIA UND SYBILLE hat Daniela Löffner in Dresden fulminant wiederbelebt.“
nachtkritik.de, Jorinde Minna Markert, 21.05.2023
„Unmittelbarkeit und Dringlichkeit schafft die Dramaturgie durch emotional hochverdichtete und teils immens berührende Szenen mit zwei Hauptdarstellerinnen, die vollkommen überzeugen.“
Dresdner Neueste Nachrichten, Rico Stehfest, 22.05.2023
„Das Stück SYLVIA UND SYBILLE feiert eine lesbische Liebe. […] Löffners Arbeit wirkt nach, fordert zur Diskussion heraus und hat das Zeug zum Renner.“
Sächsische Zeitung, Rainer Kasselt, 22.05.2023
„Scheu, sinnlich, berührend und schmerzlich schön erlebt das Publikum gemeinsam mit Sylvia und Sybille hautnah alle Facetten ihrer Liebe mit allen Höhen und Tiefen, Widersprüchen, Lust und Verzweiflung, die an gesellschaftlichen Rollenbildern und Normen scheitert.“
meinwortgarten.de, Lilly Vostry, 28.06.2023
„Wie aus zwei kaputten Familien eine schöne Liebe entstehen kann, das erzählt das Staatsschauspiel Dresden. […] Daniela Löffner hat dafür das Drama umgeschrieben und für die Bühne aufbereitet. Ein Werk, das die Brücke schlägt von 1931 bis ins Jahr 2023.“
campusrauschen.de, Vivian Herzog, 29.06.2023
„SYLVIA UND SYBILLE ist nicht nur die Wiederentdeckung eines interessanten Stoffes, sondern ein Plädoyer für hochkomplexes Schauspieler*innentheater, das die Spielenden in den Mittelpunkt stellt und ihnen genau die Räume und Stoffe gibt, um spielerisch auf allen Ebenen zu überzeugen. Das Staatsschauspiel Dresden dürfte mit dieser Inszenierung einen Hit gelandet haben.“
Theater heute, Torben Ibs, Oktober 2023