Uraufführung 04.09.2026 › Kleines Haus 1

Die Jugend von Orleans

eine Held*innenbeschwörung
nach Schillers JUNGFRAU VON ORLEANS
von Felix Krakau
eine Produktion der Bürger:Bühne
Auf dem Bild: Juliane Wolf, Onyx Pertsch, Greta Grassmann
FOTO Sebastian Hoppe

Handlung

Hundertjähriger Krieg, Frankreich gegen England, Kampf der europäischen Supermächte, im Zentrum der Schlacht: Johanna von Orléans oder auch Jeanne d’Arc. Nationaler Mythos und Heldinnenfigur, die von Gott berufen und von Schiller beschrieben für Frankreich und König Karl in den Krieg zieht. Zu Lebzeiten erst gefeiert, dann verurteilt und verbrannt, hunderte Jahre später schließlich heilig gesprochen. Als Symbol für Mut und den Willen zum Widerstand ist sie auch in die Populärkultur eingegangen. Ihre Geschichte wurde vielfach bearbeitet, vertont und verfilmt, als Symbol für Mut und den Willen zum Widerstand ist sie auch in die Populärkultur eingegangen. Ein Superstar, eine Ikone – aber auch ein Role Model für heute? Schließlich ist die Geschichte der Jeanne d’Arc auch eine Geschichte von Fanatismus und Radikalisierung, Patriotismus und Kampf um jeden Preis. Doch welchen Preis sind wir bereit zu zahlen, und wo hätten wir lieber Rabatt?

In Zeiten, in denen es allerorts brennt, begeben sich Dresdner Jugendliche gemeinsam mit Johanna in die Kämpfe der Gegenwart und stellen sie sich die Frage, wofür es sich zu kämpfen lohnt, wofür lieber nicht und ob man nicht manchmal am liebsten zu Hause bleiben würde. Denn: Warum müssen sie eigentlich die Suppe auslöffeln, die ihnen andere ein gebrockt haben? Es geht um Ideale, falschen Stolz und richtige Gefühle und die Frage, wo zwischen all dem eigentlich noch Platz ist für die Liebe und, naja, das Glück.

Besetzung

Regie
Bühne
Kostüme
Musik
Lichtdesign
Dramaturgie
Mit
Janek Barwitzki, Lotte Fischer, Corey Fontan, Justus Matkey, Anna Müller, Marlène M., Florentine Scheiba, Liotta Schneider, Amy Aaliyah Strupix, Lovis J. Theilig, Helena Werthschütz, Juliane Wolf

Termine

Einfache Sprache

Johanna von Orléans lebte im 15. Jahrhundert in Frankreich zur Zeit des Hundertjährigen Kriegs.

Das war ein sehr langer Krieg zwischen Frankreich und England.

Die 17-jährige Johanna zog für Frankreich in den Krieg.

Sie glaubte, dass Gott sie geschickt hat.

Viele Menschen in Frankreich sahen sie als Heldin.

Zuerst wurde sie gefeiert.

Später wurde sie verurteilt.

Am Ende wurde sie verbrannt.

Viele Jahre nach ihrem Tod wurde sie heiliggesprochen.

Ihre Geschichte wird in Filmen, Büchern und Liedern weitererzählt.

Sie ist bis heute berühmt und steht oft für Mut und Widerstand.

Friedrich Schiller hat ein Theaterstück über sie geschrieben.

Es heißt: DIE JUNGFRAU VON ORLEANS.

Kann Johanna von Orléans ein Vorbild sein?

Ihre Geschichte hat auch schwierige Seiten.

Es geht um Menschen, die sehr extreme Überzeugungen haben und keine andere Meinung zulassen.

Sie stellen ihr Land über alles.

Und es geht darum um jeden Preis zu gewinnen.

Es wird mit Jugendlichen aus Dresden und Umgebung entwickelt.

Heute gibt es viele Krisen auf der ganzen Welt.

Wir wollen uns damit beschäftigen, wofür junge Menschen heute kämpfen wollen.

Wir wollen fragen:

  • Wofür sind wir bereit zu kämpfen?
  • Welchen Preis wollen wir dafür zahlen?
  • Wann bleiben wir lieber zu Hause?
  • Welche Heldinnen und Helden brauchen wir?
  • Warum müssen wir Probleme lösen, die andere geschaffen haben?
  • Und wo bleibt eigentlich Platz für unsere eigenen Wünsche?