Jane Eyre
Handlung
Charlotte Brontës 1847 erschienener Roman JANE EYRE gilt noch heute als literarischer und feministischer Meilenstein. Brontës einfühlsame und psychologisch visionäre Schilderung einer jungen Frau, die sich unter lausigsten Bedingungen des Viktorianischen Zeitalters ein intellektuelles, moralisches und auch sexuelles Urteilsvermögen erkämpft, hat Schriftsteller wie Marcel Proust und James Joyce nachhaltig beeinflusst. Denn die Geschichte folgt dem Bewusstseinsstrom ihrer Protagonistin, der intimen Perspektive des verwaisten Mädchens Jane, das im Schatten pädagogischer Grausamkeit aufwächst. Nach jahrelanger körperlicher und seelischer Züchtigung durch Verwandtschaft und Internat nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an. Auf einem isolierten Gut, das eine Reihe scheinbar ungenutzter Räume und unheimlicher Geräusche bereithält, verliebt sich Jane in ihren Arbeitgeber. Doch der beherbergt außer Jane noch eine andere: seine erste Ehefrau Bertha, die als Geist der Vergangenheit durch die Bodendielen dringt und Feuer legt, während die anderen schlafen. Die Weggesperrte ist der Ruf aus der Kammer, ist das Ungezähmte und Irrationale, ist all das, was Jane kraft ihrer Vernunft einer männlich geprägten Gesellschaft geopfert hat. Werden sich die beiden Frauen gemeinsam einen neuen Raum der Möglichkeiten erschließen?
Besetzung
Einfache Sprache
Charlotte Brontë hat das Buch JANE EYRE geschrieben.
Das war vor langer Zeit.
Aber der Text ist immer noch bekannt.
Denn er beschreibt viele Dinge neu.
Er erzählt aus der Sicht einer jungen Frau.
Die Frau heißt Jane Eyre.
Ihr Leben ist sehr hart.
Sie ist abhängig von ihrer Familie.
Die Familie behandelt sie schlecht.
Ihre Schule ist auch sehr streng.
Aber Jane wehrt sich und wird unabhängiger.
Sie lernt viel und wird Lehrerin in einem alten Haus.
Dort verliebt sie sich in ihren Arbeitgeber Rochester.
Rochester liebt sie auch, aber er hat ein Geheimnis.
Er versteckt seine Ehefrau Bertha.
Sie ist wahnsinnig.
Bertha ist wie ein Geist aus der Vergangenheit.
Sie will Schlimmes für die Menschen im Haus.
Darum zündet sie Dinge an.
Bertha ist auch ein Bild für das Wilde.
Sie lässt sich als Frau nicht unterdrücken.
Vielleicht sollten Jane und Bertha sich zusammentun.
Zusammen könnten sie freier sein.