König für eine Nacht
Handlung
Ein Angestellter aus der Mittelschicht berichtet in einem Tagebuch über sein alltägliches Leben: Frustrationen auf der Arbeit, enttäuschte Liebe und den Wunsch, Anerkennung zu erfahren. Nach und nach schleicht sich in diese Erzählung wachsender Wahnsinn ein: Der Protagonist beginnt zu glauben, er sei der König von Spanien. Berauscht von der eigenen Macht und Würde, kommen ihm die Menschen und Bräuche um ihn herum zunehmend merkwürdig vor. Mit Unverständnis nimmt er die ausbleibenden Huldigungen seines Umfelds zur Kenntnis, auch als er sich selbst im Gefängnis wiederfindet.
Für seine Debütinszenierung am Staatsschauspiel Dresden nimmt Bálint Antal die Erzählung Gogols zur Vorlage, um moderne populistische Strömungen und Funktionsweisen zu untersuchen. Inwiefern beeinflussen sich private Enttäuschungen und größenwahnsinnige Allmachtsfantasien, und ist der Wahnsinn nicht längst Normalzustand?
Besetzung
Einfache Sprache
Ein Mann aus der Mittelschicht schreibt ein Tagebuch über sein Leben.
Er erzählt von Problemen bei der Arbeit und von einer unglücklichen Liebe.
Er wünscht sich mehr Anerkennung.
Mit der Zeit verändert sich sein Denken.
Er wird immer verwirrter und hält sich für den König von Spanien.
Er fühlt sich sehr mächtig und wichtig.
Deshalb kommen ihm die Menschen und ihre Gewohnheiten immer seltsamer vor.
Er versteht nicht, warum andere ihn nicht wie einen König behandeln.
Er kommt ins Gefängnis.
Auch dort wundert er sich, warum er nicht als König erkannt wird.
Der Regisseur Bálint Antal nutzt diese Geschichte von Gogol für sein erstes Theaterstück.
Er will zeigen, wie Menschen heute denken und handeln, zum Beispiel in der Politik.
Er will auch untersuchen, warum Menschen manchmal gern einfache Antworten auf komplizierte Fragen haben wollen.
Dabei stellt sich die Frage: Können persönliche Enttäuschungen dazu führen, dass Menschen sich Dinge einbilden und sich für besonders mächtig halten?
Und ist dieses verrückte Denken vielleicht schon ganz normal geworden?