Premiere 03.12.2020 › Schauspielhaus

Ab jetzt

Komödie von Alan Ayckbourn
aus dem Englischen von Corinna Brocher und Peter Zadek


Handlung
Jerome war ein erfolgreicher Komponist, doch seit ihn die Muse in Gestalt seiner Frau Corinna und der gemeinsamen Tochter Geain vor Jahren verließ, hat er nicht eine Note aufs Papier gebracht. Dabei ist Note relativ, denn Jeromes Kompositionen bestehen aus gesampelten Originalaufnahmen, die er durch das Abhören seiner Wohnung gewinnt und ohne Erlaubnis der Urheber verwendet – einer der Hauptgründe seiner Frau für die Trennung. Auch Papier ist überholt. Jeromes Wohnung besteht aus mehreren Schichten Synthesizern, die Fenster sind mit Stahlplatten verschweißt, denn die Straßen sind unsicher geworden, Guerillagruppen kämpfen gegen Polizei und Zivilisten. Nur der Roboter Gou 300 F, ein als Kindermädchen entwickelter Prototyp, leistet Jerome in seiner klanglosen Einsamkeit Gesellschaft. Doch schon bald soll sich das Blatt wenden, denn das Jugendamt prüft, ob Geain wieder bei ihrem Vater wohnen darf, wovon dieser sich neue Inspiration erhofft. Jetzt muss er nur noch den Saustall in eine Wohnung verwandeln und eine intakte Beziehung vortäuschen. Aber mit wem?
Ayckbourns Science-Fiction-Komödie thematisiert das Zusammenleben von Mensch und Maschine, inklusive menschlichem Versagen und technischer Störungen. Die Suche nach dem Lied der Liebe entwickelt sich durch die Dysfunktionalität aller Beteiligten zu einer Sinfonie der Situationskomik.
Besetzung