Premiere 08.01.2022 › Schauspielhaus

Alice

nach Lewis Carrolls ALICE IM WUNDERLAND
Musik und Gesangstexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Regie, Design und Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson
Text von Paul Schmidt, aus dem Englischen von Wolfgang Wiens
Auf dem Bild: Anna-Katharina Muck, Kriemhild Hamann, Isabella Krieger, Leo Goldberg
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Hans-Werner Leupelt
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Annie Nowak
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Kriemhild Hamann, Raiko Küster
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Elias Baumann, Raiko Küster, Anna-Katharina Muck, Isabella Krieger, Kriemhild Hamann
Foto: Sebastian Hoppe
Auf dem Bild: Franziskus Claus, Isabella Krieger, Raiko Küster, Kriemhild Hamann, Anna-Katharina Muck, Elias Baumann, Annie Nowak, Leo Goldberg
Foto: Sebastian Hoppe
Handlung
Im Zentrum der Geschichte stehen ein Mann und ein Mädchen. Wer bin ich, fragt das Mädchen, das durchs Eis gebrochen und tief hinabgesunken ist in eine Wunderwelt, in der Blumen sprechen, Raupen lebenspraktische Ratschläge erteilen, eine verrückte Teegesellschaft die Zeit totschlägt und alle vor einer ungerechten Königin zittern.
Charles Dodgson liebt die kleine Alice. Für sie erfindet er all die fantastischen Geschichten, Wortspiele und Rätsel. Indem er sie fotografiert, versucht er den Moment festzuhalten, aber die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Alice wird erwachsen und blickt zurück auf die gespenstischen Seiten der Geschichte, als sie stumm sein musste.
ALICE entstand 1992 als Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit von Robert Wilson und Tom Waits, die mit THE BLACK RIDER in Hamburg begonnen hatte. Der Verweis auf die obsessive Beziehung von Charles Dodgson, alias Lewis Carroll, dem Autor der ALICE-Kinderbücher, zu seinem Fotomodell Alice Lidell ist unübersehbar. „Kinderlieder für Erwachsene und umgekehrt“ habe er komponiert, sagt Tom Waits über seine Musik. Mit ihrem unverwechselbaren Sound leuchtet sie nicht nur die innere Welt eines Mannes aus, die geprägt ist von Sehnsucht und Verlust, sie macht auch die Abgründe spürbar, die sich hinter der poetischen Geschichte verbergen.