Premiere in Vorbereitung › Kleines Haus 1

Die Orestie

von Aischylos
Handlung
Agamemnon kehrt als Sieger aus dem Trojanischen Krieg zurück. Aber er wird nicht als solcher empfangen. Ein neuer Kriegsschauplatz erwartet ihn in der eigenen ­Familie. Seine Frau Klytaimestra teilt Macht und Ehebett inzwischen mit Aigisthos und ihr Hass auf Agamemnon ist während seiner zehnjährigen Abwesenheit stetig gestiegen. Um bei den Göttern einen guten Fahrtwind für die Kriegsflotte zu erbitten, hatte er die gemeinsame Tochter Iphigenie geopfert. Dieses Opfer rächend, tötet Klytaimestra Agamemnon und bringt die gemeinsamen Kinder Orestes und Elektra gegen sich auf, die wiederum den Vatermord rächen. Das Politische beeinflusst das Private und der Strudel aus Gewalt, indem Rache Rache erzeugt, scheint unüberwindbar. Schließlich sucht Orestes Schutz bei Pallas Athene, die dem Prinzip der individuellen Rache durch ein geordnetes Gerichtsverfahren ein Ende setzt.
Am Ende dieser dreiteiligen griechischen Tragödie steht die Gründung der Demokratie als Utopie für ein neues Zeitalter. Heute hat diese Utopie Risse bekommen, muss die Demokratie verteidigt werden, ist Anfeindungen ausgesetzt und wird in Frage gestellt. Ist die Geschichte des Atridengeschlechts, an deren Ende die Erfindung der Demokratie steht, heute ein Märchen geworden, oder liegt in ihr ebenso der Wille begründet, für jene zu kämpfen?
Besetzung
Kostüme
Licht
Richard Messerschmidt
Dramaturgie
Klytaimestra
Agamemnon / Erinnye
Kassandra / Apollon
Aigisthos / Erinnye
Orestes
Elektra
Athene
N. N.
Iphigenie / Apollon
Chor
Ensemble
und
1 Mädchen
Live-Musik