Uraufführung 21.05.2021 › Kleines Haus 1

Konferenz der Abwesenden

Handlung
Es herrscht Krise! Und im Angesicht einer weltumspannenden Krise geht es um weltweite Zusammenarbeit. Dennoch wird die Krise diesmal lokal ausgetragen – im Namen der Welt: bei einer Konferenz, zu der niemand anreist. Eine Aufführung, zu der die geladenen Expert*innen nicht physisch auftreten, sondern von Menschen vor Ort vertreten werden, die ihr Skript erst zu Beginn ihres Vortrags erhalten.
In der KONFERENZ DER ABWESENDEN beobachtet das Publikum Menschen aus der eigenen Stadt dabei, wie sie die Identität eines abwesenden Konferenzgastes übernehmen. Ganz ohne CO²-verbrauchende Reisen, aber auch ohne schlechte Skype- oder Zoom-Verbindung, dafür aber mit allen szenischen Mitteln des Theaters, werden namhafte Wissenschaftler*innen und Philosoph*innen ihre Beiträge und widersprechenden Thesen zu den Folgen von Globalisierung in den Theaterraum vermitteln – und darin austragen. Der Vorteil, nicht dort zu sein – überhaupt: nicht überall sein zu müssen – wird zum gemeinsamen Spiel, das jeden Abend neu erlebbar wird. Im Zentrum dieses Spiels stehen Menschen, die zu Träger*innen von Ideen werden und sich sowohl Biografien von Expert*innen als auch deren Theorien spielerisch aneignen. So wird die Abwesenheit zu einem Mehrwert, weil sie Raum schafft für Aneignung und Vertretung, für neue Einschreibungen und ungeahnte Perspektiven.
Ghostwriter und Redenschreiber*innen, Ko-Autor*innen und Regisseur*innen zugleich, machen Rimini Protokoll in KONFERENZ DER ABWESENDEN die dokumentarische Ko-Autorenschaft zu einer Fern-Inszenierung.
Besetzung
Konzept, Text, Regie
Recherche und Dramaturgie