Premiere 31.10.2014 › Schauspielhaus

Das Gespenst von Canterville

Kinder- und Familienstück für alle ab 10 Jahren nach einer Erzählung von Oscar Wilde
Theaterfassung von Susanne Lietzow
Mit freundlicher Unterstützung unseres Projektpartners Ostsächsische Sparkasse Dresden
Auf dem Bild: Thomas Eisen, Oda Pretzschner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux, Sascha Göpel, Thomas Eisen, Oda Pretzschner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Thomas Eisen, Duran Özer, Tobias Krüger, Sascha Göpel, Nadine Quittner, Philipp Lux
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Oda Pretzschner, Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux, Oda Pretzschner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Duran Özer, Philipp Lux, Thomas Eisen, Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux, Sascha Göpel, Tobias Krüger
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: André Kaczmarczyk
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Oda Pretzschner, Thomas Eisen
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Tobias Krüger, Philipp Lux, Duran Özer
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Thomas Eisen, Tobias Krüger, Oda Pretzschner, Duran Özer, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Oda Pretzschner, Nadine Quittner, Duran Özer, Tobias Krüger, Thomas Eisen, André Kaczmarczyk, Philipp Lux
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Oda Pretzschner, Philipp Lux, Tobias Krüger, Nadine Quittner, André Kaczmarczyk, Duran Özer, Sascha Göpel, Thomas Eisen
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Duran Özer, Philipp Lux, Sascha Göpel, Thomas Eisen
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: André Kaczmarczyk, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, André Kaczmarczyk
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: André Kaczmarczyk, Ahmad Mesgarha
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Oda Pretzschner, Tobias Krüger, Philipp Lux, Sascha Göpel, Duran Özer, Thomas Eisen, André Kaczmarczyk, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Ahmad Mesgarha, Philipp Lux, Nadine Quittner
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Thomas Eisen, Oda Pretzschner, Duran Özer, Tobias Krüger
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Philipp Lux, Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Handlung
Der amerikanische Botschafter Hiram B. Otis ist gewarnt: In den Mauern von Canterville treibt ein Gespenst sein Unwesen. Nämlich niemand geringerer als der gefürchtete Sir Simon, der seinerzeit seine Frau ermordet haben soll. Dass es auf Schloss Canterville spukt, lässt die amerikanische Familie allerdings unbeeindruckt. Und so ziehen die Otis’ – den britischen Aberglauben belächelnd – in das neu erworbene Domizil. Und prompt wird nicht die Familie in Angst und Schrecken versetzt, sondern die Amerikaner machen dem Gespenst das Leben zur Hölle: Die Neuankömmlinge treiben es mit ihren kleinen Gemeinheiten und gutgemeinten Tipps zur Verzweiflung, bis sich endlich die Tochter Virginia seiner erbarmt.
DAS GESPENST VON CANTERVILLE erschien 1887 als erste veröffentlichte Erzählung des irischen Schriftstellers Oscar Wilde in der Londoner Zeitschrift „The Court and Society Review“. Seitdem erfreut sich die Geschichte des Gespenstes, das das Fürchten lernen muss und darüber glatt in eine Depression verfällt, nicht abreißen wollender Beliebtheit. Ein Klassiker der Gruselliteratur; sprachgewandt und mit satirischem Witz versetzt, lässt er den späteren Skandalautor und „Dandy aller Dandys“ Oscar Wilde erkennen.
Besetzung
Regie
Susanne Lietzow
Bühne
Aurel Lenfert
Kostüme
Marie-Luise Lichtenthal
Video
Petra Zöpnek
Musik
Gilbert Handler
Licht
Andreas Barkleit
Dramaturgie
Animation
Ivo Kionka (Tanzlehrer des Dresdner Rock ’n’ Roll Club)
Sir Cecil von Kenilworth, ein Herzog
André Kaczmarczyk
Sir Simon de Canterville, das Gespenst
Mr. Hiram B. Otis, der Vater
Mrs. Lukretia R. Otis, Mr. Otis' Frau
Oda Pretzschner
Virginia Otis, die Tochter
Alexandra Weis
Zwilling
Thomas Kitsche, Valentin Kleinschmidt
Beaston, der Butler
Miss Umney, die Köchin
Sascha Göpel
Video
Pressestimmen
„Ein famoser Spaß für Groß und Klein. Die temporeiche, fantasievolle Aufführung mit Musik, Videos, Tanz, Schattenspiel und Slapstick-Einlagen setzt die Dresdner Tradition gelungener Kinder- und Familienstücke fort.“
Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung
schließen
„Regisseurin Susanne Lietzow zaubert mit Bühnenbildner Aurel Lenfert ein stilisiertes Spukschloss mit Kamin, Ahnengalerie und rostigen Rittern auf die Bretter des ausverkauften Dresdner Schauspielhauses. Sie inszeniert in eigener Theaterfassung die berühmte Erzählung ‚Das Gespenst von Canterville‘ von Oscar Wilde. Die Premiere der turbulenten Aufführung am Freitag wird vom Publikum bejubelt und beklatscht.
Ein famoser Spaß für Groß und Klein. Die Regie spielt mit Klischees, reiht Gag an Gag, lässt es an Blitz und Donner nicht fehlen. Die temporeiche, fantasievolle Aufführung mit Musik, Videos, Tanz, Schattenspiel und Slapstick-Einlagen setzt die Dresdner Tradition gelungener Kinder- und Familienstücke fort.
Das Stück ist für Kinder ab zehn gedacht, es weckt Lust auf die Zauberwelt des Theaters.“
Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung
„Die Regisseurin lässt die alte britische Welt mit ihrer steifen Würde und den Hoppla-jetzt-komm‘-ich-Gestus der Amerikaner in Sprache und Habitus komödiantisch aufeinanderprallen. So kurz wie kurzweilig.“
Guido Glaner, Dresdner Morgenpost
schließen
„Eine berühmte Geschichte. Susanne Lietzow führt Regie, Ahmad Mesgarha gibt den lebensmüden Untoten. Die Regisseurin lässt die alte britische Welt mit ihrer steifen Würde und den Hoppla-jetzt-komm‘-ich-Gestus der Amerikaner in Sprache und Habitus komödiantisch aufeinanderprallen. Das ist oft urkomisch, wenn zum Beispiel Philipp Lux als wunderbar blasierter Butler Beaston auf die unerzogenen Amis, angeführt vom Ehepaar Hiram und Lukretia Otis (Thomas Eisen, Oda Pretzschner), herabblickt. Es ist klamaukig, wenn etwa die dicklichen Otis-Zwillinge Washington und Idaho (Tobias Krüger, Duran Özer) den Bogen überspannen. Ahmad Mesgarha als geisterhafter Sir Simon de Canterville hat seine besten Szenen in den sehr witzigen Dialogen mit der knuffigen Virginia (Nadine Quittner), die erst ihren blutlosen Schützling ins ersehnte Jenseits geleitet und sich anschließend den verklemmten Herzog Cecil von Kenilworth schnappt, den André Kaczmarczyk in Vertretung des verletzten Justus Pfankuch sehr überzeugend spielt. So kurz wie kurzweilig.“
Guido Glaner, Dresdner Morgenpost
„Dem Team um Susanne Lietzow ist eine witzige und unterhaltsame Produktion gelungen. Sie nutzt die Mittel der Groteske, um komisch zu sein, aber auch die der Haus-Theatertechnik, um Luftschlösser aufzufahren, oder Videoprojektionen, um wunderschöne Geisterstimmungen zu erschaffen.“
Bistra Klunker, Dresdner Neueste Nachrichten
schließen
„Dem Team um Susanne Lietzow - dazu gehören auch Aurel Lenfert (Bühne), Marie-Luise Lichtenthal (Kostüm), Petra Zöpnek (Video) und alle Darsteller – ist eine witzige und unterhaltsame Produktion gelungen. Sie nutzt die Mittel der Groteske, um komisch zu sein, aber auch die der Haus-Theatertechnik, um Luftschlösser aufzufahren, oder Videoprojektionen, um wunderschöne Geisterstimmungen zu erschaffen.
Ahmad Mesgarha mimt überzeugend ein in die Jahre gekommenes Gespenst, das von ‚grauenvoll‘ zu ‚lächerlich‘ degradiert wird und im Tod seine Würde sucht. Die Otis' ziehen ihren amerikanischen Geist mit breitem Lächeln und Posing durch, die dicken Zwillinge erlauben sich dank der Polsterung ihrer Kostüme freche Akrobatiknummern. André Kaczmarczyk hat die Rolle des verliebten Herzogs Sir Cecil zwei Tage vor der Premiere vom erkrankten Justus Pfankuch übernommen und glanzvoll umgesetzt. Philipp Lux, der aus kleinen Rollen Großes zaubern kann, ragt hier wortwörtlich als Butler hervor – allein wie biegsam er die Zügel eines unsichtbaren Pferdes hält oder mit den Lutschern der Zwillinge als Verkehrspolizist agiert, ist zum Totlachen. Würdig an seiner Seite steht Sascha Göpel als vollbusige, womöglich schottische Köchin Miss Umney, die furchterregende traditionelle Mahlzeiten serviert und kurz zur Unabhängigkeitsrede ansetzt, vom Butler jedoch daran gehindert wird.
So ist in dieser Inszenierung für jeden etwas Unterhaltsames dabei, und der begeisterte Beifall des Premierenpublikums klang wie Dank dafür.“
Bistra Klunker, Dresdner Neueste Nachrichten

Zwillinge, die durch die Halle fliegen

Die Regisseurin Susanne Lietzow über ihre Pläne mit Oscar Wildes „Das Gespenst von Canterville“
Es gibt Geschichten, in denen Gespenster den Menschen Angst einjagen, und solche, in denen Gespenster selbst ängstlich sind. Wie ist das Gespenst von Canterville?
Das Gespenst Simon de Canterville ist in unserer Geschichte ein über 300 Jahre altes gefürchtetes, verwöhntes, ausgesprochen angesehenes britisches Gespenst mit einer blutrünstigen menschlichen Vergangenheit, das leider nicht eben zeitgemäße Schauerlichkeiten ausübt und sehr irritiert und auch schreckhaft auf die Invasion einer amerikanischen Familie und vor allem auf antiautoritär erzogene Kinder reagiert.
 
Die furchtlose amerikanische Familie glaubt nicht an Gespenster, muss die Existenz dieses Gespensts aber irgendwann akzeptieren. Warum?
Weil sie in einer ungewollten Wohngemeinschaft lebt.
 
Wie versucht die Familie, dem Gespenst beizukommen?
Zuerst mit Logik, dann mit Fallen und später sogar mit einem Zeitplan …
 
Friedliche Koexistenz, Vertreibung, Erlösung – jedes Familienmitglied hat seine eigene Strategie. Welche ist dir am sympathischsten?
Alle Strategien sind auf ihre Weise charmant, natürlich sind die intensive Annäherung und das Verstehen zwischen der Tochter und dem alten, müden Gespenst herzzerreißend.
 
Der zweite Teil der Erzählung ist von einem anderen Ton geprägt. Welche Abzweigung nimmt die Geschichte?
Das verrate ich nicht …
„Das Gespenst von Canterville“ wird manchmal kleineren Kindern erzählt. Warum wird Ihre Inszenierung für Kinder ab zehn sein?
Ich denke, die kulturellen Unterschiede zwischen den Amerikanern und dem alten englischen Gespenst sowie die hoffentlich gestochen scharfen schwarzhumorigen Dialoge, die Jähzornsanfälle von Simon de Canterville, die Glaubensfrage des Übernatürlichen und die Liebesgeschichte zwischen der amerikanisch aufgeklärten Tochter und dem jungen englischen Earl sind Komponenten, die eine Bearbeitung für Menschen ab zehn interessanter machen.
 
In der Geschichte wimmelt es von Dingen, die man gern im Theater sehen möchte. Können Sie schon etwas von Ihren Plänen verraten?
Es gibt selten eine schönere Figurenkonstellation. Es gibt Slapstick, Rauch, riesige Schatten, Nebel, Gewitter, englische Himmelslandschaften, einen irritierten, manchmal Dudelsack pfeifenden Butler, eine schreiend ängstliche Köchin, tobende akrobatische Zwillinge, die am Lüster hängend durch die Halle fliegen, einige Zaubereien, die das Gespenst schon noch ganz gut kann, und ganz sicher eine herzerweichende Traurigkeit, wenn wir das sich nach ewiger Ruhe sehnende Gespenst näher kennenlernen …
 
Für welche der Figuren schlägt Ihr Herz?
Ich neige dazu, mich in alle Figuren zu verlieben, und bin schon dabei …
 
Nach „Reineke Fuchs“ und „Klaus im Schrank“ kannst du als Spezialistin für große, fantasievolle Erzählungen für die ganze Familie gelten. Wird es diesmal wieder ein Spektakel für alle werden?
Diese Geschichte hat meine Kindheit begleitet und hat jetzt, beim Wiederentdecken als schon etwas älteres Mädchen, nichts von ihrer Qualität und ihrem Zauber eingebüßt. Also denke ich, dass sie auch für Eltern und Großeltern eine Freude ist.