Premiere 03.12.2009 › Schauspielhaus

Peer Gynt

von Henrik Ibsen
in einer Bearbeitung von Nuran David Calis
Auf dem Bild: Sascha Göpel, Joy Maria Bai, Christian Friedel, Mathias Bleier, Mike Adler, Svenja Wasser
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: DJ Studio 17, Joy Maria Bai, Mike Adler, Christian Friedel, Sascha Göpel, Clemens Pötzsch, Mathias Bleier
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Christian Friedel, Mike Adler, Svenja Wasser
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Christian Friedel, Olivia Grigolli
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Tom Quaas, Albrecht Goette, Christian Friedel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Joy Maria Bai, Tom Quaas, Mike Adler, Mathias Bleier, Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Tom Quaas
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Tom Quaas, Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Joy Maria Bai, Tom Quaas
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Christian Friedel, Olivia Grigolli
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Mathias Bleier, Hannelore Koch, Albrecht Goette, Sascha Göpel, Mike Adler
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Joy Maria Bai, Mike Adler, Tom Quaas, Mathias Bleier, Sascha Göpel, Christian Friedel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Tom Quaas, Sascha Göpel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Picco von Groote, Mathias Bleier, Mike Adler, Svenja Wasser
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Picco von Groote, Christian Friedel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Olivia Grigolli, Christian Friedel
Foto: Matthias Horn
Auf dem Bild: Svenja Wasser, Tom Quaas, Christian Friedel
Foto: Matthias Horn
Handlung
Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen verfasste „Peer Gynt“ 1867. Sein Versdrama ist Märchen, Familientragödie und Gesellschaftssatire zugleich, Ibsen rechnete darin mit der eigenen Ruhmsucht und seiner norwegischen Heimat ab. Über einhundert Jahre später hat der Autor und Regisseur Nuran David Calis für seine Inszenierung eine eigene Fassung des Stoffes geschrieben. Er folgt darin den Hauptmotiven des Ibsenschen Originals und schafft aus den Versen der deutschen Übersetzung von Christian Morgenstern sowie eigenen Texten eine Sprache, die Calis’ direkten heutigen Ton auf die poetischen Sprachbildern Ibsens treffen lässt. Erzählt wird die Geschichte mit drei Schauspielern im Zentrum: Christian Friedel, Tom Quaas und Albrecht Goette werden Peer Gynt in unterschiedlichen Lebensaltern spielen.
Der Peer Gynt von Nuran David Calis ist ein Träumer. Ein Lügner. Ein Angeber, ein Aufreißer, ein Geschichtenerzähler, der am Rande der Stadt in einem Vorort groß wird und von Ruhm und Luxus träumt. Obwohl er in einer Gesellschaft von Verlierern und Gestrandeten aufwächst, wie es sie mittlerweile in den Außenbezirken jeder deutschen Großstadt gibt, wagt er den Traum vom großen Glück. Denn Peer will sich nicht damit abfinden, dass die Herkunft eines Menschen über seine Zukunft entscheidet. Die Nachtclubs der Reichen, ihre schönen Frauen und ihr dekadenter Lebensstil faszinieren den Jungen über alle Maßen. In den Straßen seines Viertels begegnet er Solvejg, der Liebe seines Lebens, und kann doch nicht bei ihr bleiben. Denn nach dem Tod seiner Mutter Aase macht Peer sich auf den Weg. Der ehrgeizige Junge vom Rande der Gesellschaft will endlich in ihrer Mitte ankommen – und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Mit der Kindheit lässt Peer Gynt auch die märchenhafte Natur- und Sagenwelt hinter sich, als Kind der Straße aus dem Jahr 2009 erlebt er eine wilde Odyssee durch die Nacht, begegnet erotischen Verlockungen und düsteren Nachtgestalten, die seine Lebensreise mehr und mehr zu einem surrealen Trip zwischen Realität und Wahnsinn, Phantasie und Lüge werden lassen. Aus dem bettelarmen Jungen wird der vermögende, skrupellose Geschäftsmann und Nachtclub-König Peer Gynt. Dieser Peer ist ein Egozentriker. Berauscht von einem Gefühl der Allmacht setzt er sich über bürgerliche Moralvorstellungen hinweg, als selbsternannter „Kaiser der Welt“ kann er es sich leisten, exzessive Ausschweifungen zwischen Sex und Gewalt ungehindert auszuleben.
Peer Gynt hat viele Fehler und sucht das Glück, das macht ihn sehr menschlich. Er lebt nur für den Augenblick und flieht ständig ins nächste Abenteuer. Als ihn am Ende seines Lebens die Schatten seiner Vergangenheit einholen, gelingt es Peer plötzlich nicht mehr, einfach immer weiter davonzulaufen. Er muss sein Scheitern und die Mittelmäßigkeit seines Daseins akzeptieren und sich der entscheidenden Frage stellen: „Wer bist du, Peer Gynt?“
Besetzung
Regie
Nuran David Calis
Kostüme
Marysol del Castillo
Musik
Video
Karnik Gregorian, Geraldine Laprell
Licht
Michael Gööck
Dramaturgie
Beret Evensen
Aase, Peers Mutter
Olivia Grigolli
Solvejg
Picco von Groote
Begriffenfeld, Peers bester Freund / Aslak, ein Jugendfreund / Anitra, Peers Geliebte / Troll / Passagier
Sascha Göpel
Ingrid, eine Jugendfreundin / die Grüne, die Schwester des Trollkönigs
Svenja Wasser
Cotton, ein Geschäftsfreund / Coco, eine Jugendfreundin / Troll / Husseins Helfer / Räuber
Joy Maria Bai
Husseins Helfer / Kapitän / Koch
Mathias Bleier
Hussein, der König der Irren / Räuber
Mike Adler
Knopfgießer
DJ
DJ Studio 17
Gitarre
Musiker - Keyboard
Clemens Pötzsch
Video