Arepa Alemania
nach Motiven von Heinrich Heine
von Katja Heiser
eine Produktion der Bürger:Bühne
Handlung
Im Versepos DEUTSCHLAND. EIN WINTERMÄRCHEN beschreibt Heinrich Heine seine Rückkehr aus dem Exil – innerlich zerrissen zwischen der Liebe zu seiner Heimat und der Wut auf die politischen Zustände. Seine literarische Reise durch das damalige Deutschland ist geprägt von Sehnsucht, Entfremdung und scharfer Kritik. Heute, über 180 Jahre später, teilen viele Menschen aus Venezuela eine ähnliche Erfahrung: Die Flucht vor politischer Instabilität, das schmerzhafte Vermissen der eigenen Kultur und das Ankommen in einem Land, das oft grau und bürokratisch wirkt – nicht unähnlich Heines kleinstaatlichem Deutschland. In den letzten Jahren sind viele Venezolaner*innen nach Deutschland gekommen, um den katastrophalen Lebensumständen in ihrem Herkunftsland zu entfliehen. Rund 90 % derjenigen, die einen Asylantrag gestellt haben, sind in Sachsen gelandet. Ihre Situation ist häufig ungewiss, die Zukunft offen. Wovon träumen sie? Was wünschen sie sich? Wie beeinflusst die politische Lage in Venezuela ihr alltägliches Leben hier? Und wie fühlt sich die sächsische Realität für sie an?
Während heute viele Venezolaner*innen nach Deutschland kommen, gab es im 18. und 19. Jahrhundert eine entgegengesetzte Bewegung. Deutsche wanderten nach Venezuela aus und gründeten dort unter anderem eigene Siedlungen. Migration verbindet beide Länder also schon seit Jahrhunderten, wenn auch unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen.
Besetzung
Termine
Wir veröffentlichen regelmäßig neue Termine.
Einfache Sprache
Im 18. und 19. Jahrhundert sind viele Menschen aus Deutschland nach Venezuela gezogen.
In den letzten Jahren kommen viele Menschen aus Venezuela nach Deutschland.
Sie fliehen vor sehr schlechten Lebensbedingungen in ihrem Land.
Ihre Zukunft ist oft unklar.
Wie geht es ihnen hier?
Der Autor Heinrich Heine lebte im 19. Jahrhundert.
Er hat eine Geschichte geschrieben, die „Deutschland. Ein Wintermärchen“ heißt.
In dieser Geschichte geht es um ihn.
Er war sehr lange im Ausland.
Jetzt kommt er zurück nach Deutschland und hat gemischte Gefühle.
Er liebt und vermisst seine Heimat.
Aber er ist wütend auf die Politik.
Auf seiner Reise durch Deutschland fühlt er sich manchmal fremd.
Wir wollen ein Theaterstück mit Menschen aus Venezuela entwickeln.
Sie leben jetzt in Dresden und Umgebung.
Dabei wollen wir auch die Texte von Heinrich Heine verwenden.
Wir möchten die Menschen fragen:
Was wünschen sie sich?
Wovon träumen sie?
Wie beeinflusst die Politik in Venezuela ihr Leben hier?
Und wie ist das Leben in Sachsen für sie?