Arepa Alemania
nach Motiven von Heinrich Heine
von Katja Heiser
eine Produktion der Bürger:Bühne
Handlung
Heinrich Heine reist in DEUTSCHLAND. EIN WINTERMÄRCHEN aus dem Exil zurück in seine Heimat. Fast 200 Jahre später machen sich elf Venezolaner*innen – zwischen 16 und 54 Jahre alt – auf ihre ganz eigene Reise nach Deutschland. Vom Elektriker bis zur Architektin, von der Schülerin bis zum Tänzer, vom Zahnarzt bis zur Radiomoderatorin sind sie vor wenigen Monaten oder bereits vor mehreren Jahren nach Dresden gekommen, allein oder mit ihren Familien. Was sie verbindet, ist die Erfahrung, in einem Land anzukommen, das sie zuvor vor allem aus Erzählungen, Bildern und Vorstellungen kannten.
Was geschieht, wenn man eine Grenze überquert und die eigene Vorstellung auf die Wirklichkeit trifft? Was verbindet die Reise Heines mit den Reisen der Venezolaner*innen? Was bedeutet es, die Heimat zu verlassen, sie zu vermissen und gleichzeitig an einem neuen Ort anzukommen? Und was geschieht währenddessen mit der Heimat selbst? Während die einen in Deutschland ein neues Leben beginnen, verändert sich Venezuela weiter. Was bedeutet es also, aus der Ferne auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im eigenen Land zu schauen? Bleibt die Hoffnung auf eine Rückkehr – und wohin würde man eigentlich zurückkehren?
Deutschland erscheint dabei in vielen Facetten: als Ort des Neuanfangs und der Sicherheit, als herrlich geordnetes, mitunter streng geregeltes Land, in dem selbst die Spontanität einer gewissen Planung bedarf. Und manchmal wäre ein wenig mehr Geduld schön. Auf der Bühne begegnen sich die Erfahrungen des Ensembles und Heines literarischer Blick. In deutscher und spanischer Sprache entsteht ein Abend über Venezuela und Deutschland, über Fremdsein und Zugehörigkeit, über Heimweh, Hoffnung und die Suche nach einer neuen Perspektive. Zwischen Deutsch und Spanisch, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem, was man zurücklässt, und dem, was vor einem liegt, entsteht ein vielstimmiges Bild von Deutschland – und ein ebenso vielstimmiges Bild von Venezuela.
Besetzung
Termine
Wir veröffentlichen regelmäßig neue Termine.
Einfache Sprache
Heinrich Heine ist vor langer Zeit aus dem Exil zurück nach Deutschland gereist.
Elf Menschen aus Venezuela sind in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen.
Sie sind zwischen 16 und 54 Jahre alt.
Sie kommen aus verschiedenen Berufen und Lebenslagen.
Sie leben in Dresden mit oder ohne Familie.
Diese Menschen kannten Deutschland nur aus Erzählungen und Bildern.
Sie erleben Deutschland jetzt selbst.
Sie fragen sich, was passiert, wenn man in ein neues Land kommt.
Sie denken an Heines Reise und ihre eigene Reise.
Sie fühlen Heimweh und hoffen auf eine neue Zukunft.
Venezuela verändert sich weiter, auch wenn die Menschen weg sind.
Sie schauen aus der Ferne auf ihr Land. Sie fragen sich, ob sie zurückkehren können.
Deutschland ist für sie ein Ort der Sicherheit und des Neuanfangs.
Auf der Bühne treffen sich die Erfahrungen der Menschen und Heines Blick.
Das Stück ist auf Deutsch und Spanisch.
Es geht um Fremdsein und Zugehörigkeit.
Es geht um Heimweh, Hoffnung und neue Perspektiven.
Das Stück zeigt viele Seiten von Deutschland und Venezuela.