Uraufführung in Vorbereitung › Kleines Haus 1

Konferenz der Abwesenden

eine Produktion von Rimini Apparat
Handlung
Es herrscht Krise! Und im Angesicht einer weltumspannenden Krise geht es um weltweite Zusammenarbeit. Dennoch wird die Krise diesmal lokal ausgetragen – im Namen der Welt: bei einer Konferenz, zu der niemand anreist. Eine Aufführung, zu der die geladenen Expert*innen nicht physisch auftreten, sondern von Menschen vor Ort vertreten werden, die ihr Skript erst zu Beginn ihres Vortrags erhalten. In der KONFERENZ DER ABWESENDEN beobachtet das Publikum Menschen aus der eigenen Stadt dabei, wie sie die Identität eines abwesenden Konferenzgastes übernehmen. Ganz ohne CO2-Ausstoß aber auch ohne schlechte Skype- oder Zoom-Verbindung, dafür aber mit allen szenischen Mitteln des Theaters, werden die Beiträge und widersprechenden Thesen zu den Folgen von Globalisierung in den Theaterraum vermittelt – und darin ausgetragen.
Der Vorteil, nicht dort zu sein – überhaupt: nicht überall sein zu müssen – wird zum gemeinsamen Spiel, das jeden Abend neu erlebbar wird. Im Zentrum dieses Spiels stehen Menschen, die zu Träger*innen von Ideen werden und sich sowohl Biografien von Expert*innen als auch deren Gedanken spielerisch aneignen. So wird die Abwesenheit zu einem Mehrwert, weil sie Raum schafft für neue Einschreibungen und ungeahnte Perspektiven. Ghostwriter und Redenschreiber*innen, Ko-Autor*innen und Regisseur*innen zugleich, machen Rimini Protokoll in KONFERENZ DER ABWESENDEN die dokumentarische Ko-Autorenschaft zu einer Fern-Inszenierung.
Besetzung
Konzept, Text, Regie
Bühne, Video- und Lichtdesign
Marc Jungreithmeier
Recherche, Dramaturgie
Mitarbeit politische-kulturelle Bildung
Dr. Werner Friedrichs
Produktionsleitung
Epona Hamdan
Dramaturgieassistenz
Sebastian Klauke
Regieassistenz
Lisa Homburger, Maximilian Pellert
Produktionsmitarbeit
Federico Schwindt
Partner
Eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit Staatsschauspiel Dresden, Ruhrfestspiele Recklinghausen, HAU Hebbel am Ufer (Berlin) und dem Goethe-Institut.
Die Konzeption wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.