Jane Eyre
in der Übersetzung von Ingrid Rein
Handlung
Unter dem Pseudonym Currer Bell veröffentlicht die englische Schriftstellerin Charlotte Brontë 1847 einen Roman, der das Publikum im Sturm erobert und Literaturgeschichte schreibt: JANE EYRE. EINE AUTOBIOGRAFIE. Wie ihre Schwestern Anne und Emily betritt auch Charlotte zunächst „unsichtbar“, unter einem männlichen Namen, die Welt der Literatur. Erst der überwältigende Erfolg ermöglicht es ihr, sich als Autorin zu erkennen zu geben.
JANE EYRE ist die Geschichte eines „Frau-und-Selbst-Werdens“ – so mitreißend, so kämpferisch, so widersprüchlich, so aufregend und so komplex, wie es die über 24 Verfilmungen, die seit 1910 die Liebesgeschichte des Romans melodramatisch ins Bild gesetzt haben, kaum erzählt bekommen. Es beginnt mit einem Wutausbruch der Zehnjährigen. Als Waise wächst sie bei Verwandten auf und wehrt sich gegen die Misshandlung durch den Sohn des Hauses. Ihr Widerstand trägt ihr die Abschiebung in die Erziehungsanstalt ein. Inmitten von Mangelernährung, schlechten Hygieneverhältnissen und christlicher Doppelmoral lernt sie dort Solidarität, Freundschaft und den Genuss intellektueller Forderung und Förderung kennen. Sie verlässt das Internat, wird Gouvernante, verliebt sich in ihren Arbeitgeber und kämpft: gegen ihre Gefühle und gegen Hierarchien, um Augenhöhe, Selbstbestimmung und ökonomische Autonomie. Als sie schließlich den Heiratsantrag ihres Arbeitgebers Rochester annimmt, erfährt sie vorm Altar, dass er schon verheiratet ist – mit einer Frau, die im Haus Feuer legt, wenn die anderen schlafen. Und erneut läuft Jane los – fast bis ans Ende der Welt. Alle Fäden scheinen wieder lose. Aber wie die Autorin beschließt auch die Hauptfigur dieser Autobiografie, am Ende ihre Geschichte selbst zu schreiben.
Besetzung
Termine
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Einfache Sprache
Charlotte Brontë hat das Buch JANE EYRE geschrieben.
Das war vor langer Zeit.
Aber der Text ist immer noch bekannt.
Denn er beschreibt viele Dinge neu.
Er erzählt aus der Sicht einer jungen Frau.
Die Frau heißt Jane Eyre.
Ihr Leben ist sehr hart.
Sie ist abhängig von ihrer Familie.
Die Familie behandelt sie schlecht.
Ihre Schule ist auch sehr streng.
Aber Jane wehrt sich und wird unabhängiger.
Sie lernt viel und wird Lehrerin in einem alten Haus.
Dort verliebt sie sich in ihren Arbeitgeber Rochester.
Rochester liebt sie auch, aber er hat ein Geheimnis.
Er versteckt seine Ehefrau Bertha.
Sie ist wahnsinnig.
Bertha ist wie ein Geist aus der Vergangenheit.
Sie will Schlimmes für die Menschen im Haus.
Darum zündet sie Dinge an.
Bertha ist auch ein Bild für das Wilde.
Sie lässt sich als Frau nicht unterdrücken.
Vielleicht sollten Jane und Bertha sich zusammentun.
Zusammen könnten sie freier sein.