Liefern.
Handlung
Ob das Thai-Curry in der Mittagspause, der Second-Hand Blazer oder die neue Waschmaschine – die meisten von uns stecken schon lange irgendwo zwischen Bestellscham, Auspack-Euphorie, Lieferkater, Delivery Anxiety und Klingelfreude fest: Alle Bestellen. Und manche Liefern. Ein Klick, und es klingelt.
Lieferdienste werden oft kritisiert. Sie stehen für Ausbeutung, Konsumwahn, Bequemlichkeit und die Vernachlässigung des Einzelhandels. Gleichzeitig ist das Bestellen in vielen Lebenslagen eine große Erleichterung, und ganz ehrlich, wer verfolgt nicht mit Freude, wie sich das DHL-Auto Stopp für Stopp der eigenen Haustür nähert? In dieser Inszenierung geht die Bürger:Bühne der allgegenwärtigen Bestellkultur auf den Grund. Wann bestellen wir online, statt in ein Geschäft zu gehen? Welche zwischenmenschlichen Momente gehen dadurch verloren, welche neuen entstehen? Haben Lieferdienste ein utopisches Potenzial, oder sind sie Vorboten einer dystopisch-technologisierten Welt? Was braucht es, um den Lieferant*innen-Beruf fair zu gestalten? Wer hat früher geliefert und wer liefert heute?
Wir suchen Menschen, deren Arbeit es ist, anderen Produkte zu liefern, ob per Fahrrad, Transporter, in der Lagerhalle oder im Backoffice. Außerdem suchen wir Personen, die in Geschäften arbeiten oder gearbeitet haben, die schließen mussten oder von einer Schließung bedroht sind.
Ein Infotreffen findet am Dienstag, dem 3. November 2026 um 18.00 Uhr im Kleinen Haus Mitte statt; Auswahlworkshops in verschiedenen Zeitslots vom 6. bis 8. November 2026.
Geprobt wird von November 2026 bis März 2027. Es sind keine Theatervorkenntnisse erforderlich.
Besetzung
English
Whether it’s a Thai curry during your lunch break, a second-hand blazer, or a new washing machine, everyone orders things. And some people deliver them. One click, and the doorbell rings. Whatever you need, it’s right there.
Delivery services are often criticised. People say they exploit workers, encourage us to buy too much, make us lazy, and harm local shops. At the same time, ordering things online can make life much easier for many people. And who doesn’t enjoy tracking the DHL van as it gets closer and closer to their front door?
In this theatre project, we want to explore our everyday culture of ordering things online. When do we order online instead of going to a shop? What human connections do we lose, and what new ones do we form? Could delivery services help create a better future, or are they a sign of a future where technology controls our lives more and more? What would it take to create fairer working conditions for delivery workers? Who delivered goods in the past, and who does today?
We are looking for people whose jobs involve delivering products to others, whether by bicycle, van, in a warehouse, or in a back-office role. We are also looking for people who work, or have worked, in local shops that have closed or are at risk of closing.
An information meeting will take place on Tuesday, 3 November 2026, at 6:00 p.m. at Kleines Haus Mitte. Selection workshops will take place in different time slots from 6 to 8 November 2026. Rehearsals will run from November 2026 to March 2027.
You do not need any previous theatre experience!
For more information and to sign up for our information meeting, send us an email or use the registration form on our website (see below).
Infotreffen
Teile uns im Feld „Anmerkungen“ gerne mit, welchen privaten oder beruflichen Bezug du zum Thema hast.
Zum Kennenlernen laden wir alle Interessierten herzlich zu einem kostenfreien Infotreffen am 3. November 2026 um 18.00 Uhr im Kleinen Haus Mitte ein. Dort stellen wir die Inszenierung, das Team sowie den geplanten Probenprozess vor und beantworten alle Fragen rund um die Inszenierung.
Falls du an dem Infotreffen nicht teilnehmen kannst, dich aber für eine Teilnahme interessierst, erhältst du alle wichtigen Informationen per E-Mail von uns.
Bei Fragen zu LIEFERN. kannst du dich jederzeit bei uns melden buergerbuehne@staatsschauspiel-dresden.de oder 0351.49 13-664
Wir freuen uns auf dich!
Anmeldung
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Einfache Sprache
Viele Menschen bestellen heute Dinge im Internet oder per Lieferdienst.
Zum Beispiel Essen, Kleidung oder auch eine neue Waschmaschine.
Das geht schnell und ist sehr bequem.
Wir freuen uns, wenn wir neue Produkte nach Hause geliefert bekommen.
Aber manchmal schämen wir uns auch, dass wir so viel bestellen.
Lieferdienste werden oft kritisiert.
Zum Beispiel wegen schlechter Arbeitsbedingungen.
Oder weil es immer weniger kleine Geschäfte gibt.
Oder weil die Menschen einfach zu viel kaufen.
Gleichzeitig sind manche Menschen darauf angewiesen, Dinge nach Hause zu bestellen.
In diesem Theaterstück geht es um das Bestellen und seine Auswirkungen.
Und es geht um Lieferantinnen und Lieferanten.
Wir fragen:
- Wann bestellen wir online und wann gehen wir in ein Geschäft?
- Wie verändern Lieferdienste den Kontakt zwischen Menschen?
- Welche neuen Begegnungen entstehen?
- Können Lieferdienste positiv für die Zukunft sein? Oder sind sie immer problematisch?
- Und wie kann man die Arbeit von Lieferant*innen fairer machen?
Wir suchen Menschen, deren Arbeit es ist, Dinge zu liefern.
Zum Beispiel mit dem Fahrrad, mit dem Auto, in einer Lagerhalle oder im Büro.
Wir suchen auch Menschen, die in Geschäften gearbeitet haben, die schließen mussten.
Oder die in einem Geschäft arbeiten, dass bald schließen muss.
Wir proben zwischen November 2026 und März 2027.
Theaterkenntnisse sind nicht erforderlich.
Am 03.11.2026 um 18.00 Uhr gibt es ein Treffen im Kleinen Haus Mitte.
Dort kann man mehr über das Projekt erfahren.
Weiter Informationen gibt es bei der Bürger:Bühne:
E-Mail: buergerbuehne@staatsschauspiel-dresden.de
Telefon: 0351.49 13-664