05.11.2026 › Kleines Haus 1

Verleihung Säch­si­scher Förder­preis für Demo­kratie 2026

Handlung

20 Jahre Sächsischer Förderpreis für Demokratie: Feier Sie sächsische Zivilgesellschaft!

„Manchmal glaube ich wirklich, ich bin in einer bösen Zeitschleife gefangen. Seit mehr als 20 Jahren werden nicht die Rechtsextremen für den Imageschaden verantwortlich gemacht, sondern diejenigen, die dagegen etwas unternehmen. Und ganz ehrlich: Ich wünschte, wir hätten bloß ein Imageproblem“, sagt die Autorin Anne Rabe auf der Preisverleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie 2024.

Dass die sächsische Zivilgesellschaft eben kein Imageschaden ist, sondern ihr Mut maßgebend für eine lebendige Demokratie, darauf versucht der Sächsische Förderpreis für Demokratie seit 2007 aufmerksam zu machen. Mit dem Preis werden Initiativen oder Projekte und Kommunen ausgezeichnet, die sich für eine demokratische Kultur und gegen menschen- und demokratiefeindliches Handeln engagieren. Auf der jährlichen Preisverleihung wird die aktive demokratische Landschaft Sachsens gefeiert, und durch die stellvertretende Ehrung der Preisträger*innen die sächsische Zivilgesellschaft sichtbarer gemacht.

Mit dabei sind die kanadische Botschafterin Vera Alexander, die Sächsische Staatsministerin für Soziales Petra Köpping, Banda Comunale, Sebastian Krumbiegel und für die Aftershow-Party Les Inbuvables.

Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an der Veranstaltung an: www.demokratiepreis-sachsen.de

Termine

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Zu Gast

Die Nominierten 2026

Nominiert wurden:

der Pro Colore e.V. aus Bautzen als Backoffice der lokalen Zivilgesellschaft mit seiner mobilen und autonomen Veranstaltungseinheit KonRAD und einem eigenen Mikroprojektefond,

die Initiative Demokratisches Erzgebirge für ihr Engagement rund um die Bürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema, um einen Bürgermeister der Freien Sachsen zu verhindern,

die Migrant*innen-Selbstorganisation Gozaara aus Bautzen für ihre Verbindung von journalistischer Arbeit mit kulturellen Veranstaltungen und Dialogformate, um unterschiedlichste Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen,

der NURA.Leipzig e.V. für die Dokumentation von Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen im Rahmen des Projektes „Rassismus-Monitoring für die Frauen*gesundheit,

das Bündnis Hochschulen Leipzig gegen Antisemitismus für seinen Einsatz gegen Antisemitismus als Organisator*innen von Bildungsveranstaltungen und Anlaufstelle für Studierende,

die Bildungsinitiative Spreuweizen für ihre innovativen Workshopformate, bei denen Exiljournalist*innen die Bedeutung von Pressefreiheit vermitteln, indem sie ihre Erfahrungen mit Repression, Zensur und Desinformation teilen,

die Stadt Colditz als Kommune der Demokratie für ihren vorbildhaften Aufarbeitungsprozess von organisierter Kriminalität und rechter Gewalt.